Strecke wieder frei, aber eingeschränkt

Bahn kollidiert bei Seekirchen mit Sattelschlepper

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Seekirchen - Ein Sattelschlepper kollidierte am Montagabend mit einer Bahn der privaten Westbahn. 

Update, 13. August: Strecke wieder frei, aber eingeschränkt

Nach der Kollision eines Autotransporters mit einem Triebwagen der privaten Westbahn am Bahnübergang nahe des Strandbades Seekirchen wurde gestern knapp vor 22 Uhr der Betrieb auf einem Streckengleis wieder aufgenommen. Die Mitarbeiter des ÖBB-Hilfszuges konnten die beschädigte Zuggarnitur innerhalb weniger Stunden wieder eingleisen und abschleppen. 

Die Reparaturarbeiten am beschädigten Gleis werden voraussichtlich noch bis Donnerstag dauern. Rund 200 Betonschwellen müssen mit einer Spezialmaschine ausgetauscht werden. “Wegen der Reparaturarbeiten und des eingleisigen Betriebsablaufs kommt es im Flachgau weiterhin zu Einschränkungen für Bahnreisende. Einige Züge müssen weiterhin im Schienenersatzverkehr mit Bussen geführt werden”, so ein Sprecher der ÖBB-Infra, die für die Bahnstrecken zuständig ist. Auf der wichtigen Westbahnstrecke von Wien nach Salzburg fahren in diesem Bereich täglich an die 300 Personen- und Güterzüge.

Nach dem Unfall in Seekirchen hatten die ÖBB gestern Nachmittag kurzfristig 19 Busse von Postbus und privaten Unternehmen aus der Region zusammengezogen und für den Schienenersatzverkehr bereitgestellt, auch für den privaten Anbieter Westbahn. Zudem wurden zur Entlastung Nahverkehrszüge zwischen Salzburg und Seekirchen geführt. “Längere Wartezeiten beim Schienenersatzverkehr konnten aber aufgrund des hohen Fahrgastaufkommens und der Verkehrssituation nicht verhindert werden”, so der ÖBB-Sprecher.

Im Triebwagen der Westbahn in Fahrtrichtung Salzburg waren rund 70 Passagiere, keiner von ihnen wurde verletzt. Der in Tschechien angemeldete Autotransporter blieb mit seinem Anhänger auf der steilen Auffahrt zum Bahnübergang hängen, der Übergang ist für Lkw nicht gesperrt, Augenzeugen zufolge soll der Fahrer von seinem Navi geleitet schon zuvor durch Seekirchen geirrt sein und an zu niedrigen Bahnunterführungen gescheitert sein.

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Update, 18.35 Uhr:

Nach Auskunft der Westbahn hat die ÖBB-Infrastruktur für den Fernverkehr einen Schienenersatzverkehr zwischen Salzburg-Hauptbahnhof und dem Bahnhof Steindorf (nach Seekirchen) eingerichtet, dieser ist für alle Fernreisenden zu benutzen, "also auch für die Westbahnkunden", so deren Pressesprecherin Ines Volpert auf die Frage, ob am Montag keine Westbahn mehr nach Wien fährt. 

Zum Schaden an der Westbahngarnitur und zur Unfallursache könne sie noch nichts sagen, "ich kenne auch nur die Bilder ihrer Redaktion, die den Sattelschlepper und unsere Garnitur zeigen". 

Die Aufräumarbeiten an der Westbahnstrecke (heißt nicht wegen der privaten Westbahn so) schreiten voran, derzeit gehen die Verantwortlichen der ÖBB von einem Ende der Aufräumarbeiten gegen 21.30 Uhr aus. Danach wird die Strecke in diesem Bereich allerdings nur eingleisig befahrbar sein, "an der Unfallstelle ist auch das Gleis verzogen, mindestens 200 Bodenschwellen müssen auch ausgetauscht werden", so ÖBB-Pressesprecher Robert Mosser. 

Eine entsprechende Spezialmaschine ist unterwegs nach Salzburg. "In diesem Bereich sind täglich 300 Personen- und Güterzüge unterwegs, wir werden auf alle Fälle die Kapazität bei nur einem Gleis herunterfahren müssen".

Erstmeldung:

Zu einem Zugunfall kam es am Montag, den 12. August, im österreichischen Seekirchen. Hier ist laut Informationen vor Ort eine Garnitur der privaten Westbahn wohl mit einem Sattelschlepper kollidiert, der aus Seekirchen kommend dem Navi in Richtung Seeburg folgte. 

Zugunfall in Seekirchen - Lkw bleibt auf Gleis stecken

Er wollte dabei einen Bahnübergang überqueren, der offiziell nicht für Lkw gesperrt ist. Augenzeugenberichten nach sass der Anhänger des Sattelschleppers dabei auf dem steilen Bahnübergang auf und blieb stecken. Aktuell versuchen Feuerwehr und Abschleppfahrzeuge das Fahrzeug von den Gleisen zu entfernen. Die Bahnstrecke ist zwischen Salzburg und Wien gesperrt, mit einer Freigabe ist nicht vor 19 Uhr zu rechnen. 

Die Bahn entgleiste bei dem Unfall, verletzt wurde aber niemand. Es wurde ein Schienenersatzverkehr zwischen Steindorf und Salzburg eingerichtet.

Quelle: rosenheim24.de

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