Schweinegrippe: Wachsamkeit statt Panikmache

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Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ist besorgt wegen der Schweinegrippe. Grund zur Panik gebe es aber nicht.

Berlin - Nach Ausrufung der höchsten Alarmstufe für Schweinegrippe durch die Weltgesundheitsorganisation WHO wächst auch in Deutschland die Sorge.

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt sagte am Donnerstag in Berlin “Wir müssen wachsam sein. Ich bin nicht in Panik, aber schon in Sorge.“ Die Ausrufung des Pandemiefalls durch die WHO ändere allerdings in Deutschland zunächst nichts.

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Bis 17.30 Uhr waren den Angaben zufolge 108 Menschen in Deutschland erkrankt. Im Lauf der Nacht könne sich die Zahl auf 110 bis 120 erhöhen. Die SPD-Politikerin zeigte sich jedoch erleichtert darüber, dass die Grippe gut behandelbar sei. Im Moment denke man noch nicht dran, Massenveranstaltungen abzusagen.

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Jörg Hacker, nannte Düsseldorf, Köln, Würzburg und München als die Orte, wo die Schweinegrippe derzeit verstärkt auftrete. Das Virus habe das Potenzial sich zu verändern, vor allem im Zusammenhang mit der im Herbst auftretenden saisonalen Grippe. Er gehe aber von der Wirksamkeit des Impfstoffs für die nächste Saison aus, mit dessen Produktion gerade begonnen werde.

Als Verhaltensregel empfahl Schmidt mehrfaches Händewaschen am Tage und Niesen mit vorgehaltenem Taschentuch, um Tröpfeninfektionen zu verhindern. Bei Beschwerden sollten Menschen, die aus betroffenen Weltregionen kämen, einen Arzt aufsuchen. Nicht in jedem Fall sei eine Einweisung ins Krankenhaus notwendig. Es gebe auch Fälle, die ohne scharfe Medikamente ausheilten.

AP

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