Schweinegrippe breitet sich immer schneller aus

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Die Zahl der Schweinegrippe-Infizierten in Deutschland steigt immer stärker.

Berlin - Die Zahl der Schweinegrippe-Infizierten in Deutschland ist stark gestiegen. Binnen eines Tages ist die Zahl um zwei Drittel in die Höhe geschnellt.

Die Schweingrippe breitet sich auch in Deutschland immer schneller aus: Von einem Tag auf den anderen stieg die Zahl der neuen Infektionen um 637. Das teilte das Robert-Koch-Institut am Donnerstag in Berlin mit. Insgesamt sind nun 2.455 Fälle der Neuen Grippe in der Bundesrepublik registriert. Der Anstieg am Tag zuvor war mit 263 weniger als halb so groß gewesen.

Aktuelle Informationen zur Schweinegrippe gibt‘s beim Robert-Koch-Institut.

Erst am 15. Juli, vor gut einer Woche, waren deutschlandweit nur 834 Fälle bekannt. Die meisten neuen Fälle, nämlich 528, wurden bei Urlaubsrückkehrern diagnostiziert, wie es weiter hieß. Gezählt werden auch neue Fälle, bei denen nach Angaben des RKI selbst keine Labordiagnose durchgeführt wurde, die aber Kontakt zu laborbestätigten Erkrankten hatten.

Die weitaus meisten Erkrankungen gibt es mit 943 in Nordrhein-Westfalen. In Niedersachsen sind es 516, in Baden-Württemberg 249 und in Bayern 224. Hamburg (16), Bremen (18) und Brandenburg (20) melden dagegen derzeit die wenigsten Fälle. Bisher verlaufen die Erkrankungen meist leicht und werden mit antiviralen Mitteln wie Tamiflu behandelt.

Um die Epidemie letztlich in den Griff zu bekommen, setzt die Regierung auf eine Massenimpfung von zunächst 22,5 Millionen Menschen. Vorher muss aber ein Impfstoff entwickelt werden, der frühestens Ende September zur Verfügung stehen soll. Ein Einschätzung des RKI muss mit weiteren Erkrankungen und auch mit schweren Verläufen gerechnet werden. Damit steige die Bedeutung persönlicher Hygiene, vor allem bei Kontakt zu Reiserückkehrern und bei Kontakten mit vielen anderen, zum Beispiel in der Schule. Besonders unter Kindern und Jugendlichen könne sich die Influenza rasch ausbreiten.

Impfungen erst im September

Die Bundesregierung erwartet den Impfstoff gegen die Schweinegrippe Ende September oder Anfang Oktober. Dies sagte der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Klaus Theo Schröder, am Donnerstag im Deutschlandfunk. Trotz der großen Eile werde das Serum genau getestet, um Risiken so gering wie möglich zu halten.

Die geplante Massenimpfung von 22,5 Millionen besonders gefährdeten oder für die Gesundheitsversorgung notwendigen Personen werde mehrere Wochen dauern, sagte Schröder voraus. Danach könnten auch alle anderen Krankenversicherten in Deutschland sich impfen lassen.

AP

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