Schlag gegen die ETA in Spanien

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Der spanischen Polizei ist ein Schlag gegen die ETA gelungen.

Bilbao - Neun Tage nach der Ankündigung einer ETA-“Waffenruhe“ hat die spanische Polizei der baskischen Untergrund- Organisation einen schweren Schlag versetzt.

In einer großangelegten Aktion nahmen Antiterrorfahnder neun mutmaßliche Anführer aus dem politischen Umfeld der ETA fest, wie das Innenministerium am Dienstag in Madrid mitteilte. Damit sei die Kommandospitze der verbotenen Organisation Ekin zerschlagen worden, die unter anderem für die Propagandaarbeit und die Steuerung militanter ETA-Anhänger zuständig gewesen sei.

“Mit diesen Festnahmen ist die Fähigkeit der ETA stark eingeschränkt worden, ihre politische Basis zu kontrollieren und zu mobilisieren“, sagte Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba. Zudem beweise die Polizeiaktion, dass der Staat nach der Verkündung des ETA-Gewaltverzichts nicht in seinem Kampf gegen den Terror nachlasse. Der einzige Ausweg der ETA sei, der Gewalt endgültig abzuschwören. Die Fahnder schlugen in der Nacht in mehreren nordspanischen Städten sowie in Valencia zu. Rund 20 Wohnungen wurden durchsucht.

Ekin (baskisch für Unternehmen) war 1999 als Dachorganisation aller ETA-nahen Gruppierungen im Baskenland gegründet worden. Vor drei Jahren waren 47 ihrer Führungsmitglieder zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Die neun jetzt festgenommenen Separatisten sollen deren Nachfolge angetreten haben.

Die ETA hatte am 5. September angekündigt, bis auf weiteres keine Terroranschläge mehr zu verüben und die spanische Regierung zu Verhandlungen aufgefordert. Madrid lehnte das ab. Die ETA kämpft seit mehr als 40 Jahren für ein unabhängiges Baskenland und hat in dieser Zeit fast 850 Menschen getötet.

dpa

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