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Fatwa gegen Brettspiel

"Teufelswerk": Saudi-arabischer Kleriker verbietet Schach

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Schach entstand wohl zwischen dem 3. und 6. Jahrhundert, als Ursprungsländer tippen Experten vor allem auf Indien, aber auch Persien und bisweilen China.
  • Haakon Nogge
    VonHaakon Nogge
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Riad - Beim Schach fassen die Spieler eine Dame an. Das ist allerdings nicht der Grund, warum der höchste muslimische Geistliche Saudi-Arabiens das uralte Brettspiel jetzt verboten hat.

Schach ist ein beliebter Zeitvertreib in arabischen Ländern. Nach Auffassung von Scheich Abdelasis al-Scheich ist das Brettspiel jedoch „ein Werk des Teufels“ und im Islam verboten. Der Großmufti erließ am Donnerstagabend eine entsprechende Fatwa, ein islamisches Rechtsgutachten. Schachspielen sei Zeit- und Geldverschwendung und führe zu Streit zwischen Menschen. „Schach ist wie Alkohol und Glücksspiel, was Gott verboten hat“, antwortete er auf eine Frage in einem Religionssender.

Am Freitag soll ausgerechnet in Mekka, der heiligsten Stadt im Islam, ein Schachturnier beginnen. Dessen Organisatoren wollen sich der Fatwa jedoch nicht beugen.

Häme wegen Schach-Fatwa

Das Wüstenkönigreich folgt dem Wahhabismus, einer besonders rigiden Auslegung des Islam. Die Fatwa löste in sozialen Medien eine hitzige Debatte zwischen Befürwortern und Gegnern aus. Vom saudi-arabischen Schachverband gab es bislang keine Reaktion. 

So reagierte die Satire-Sendung Extra 3 übrigens auf die Nachricht.

In den Kommentaren zu dem Facebook-Eintrag häuften sich spaßig gemeinte Vorschläge für diverse Regeländerungen, um das Schachspiel auch in Saudi-Arabien wieder akzeptabel zu gestalten. So schrieb Hubert K., die Dame dürfe nur drei Felder hinter dem König herlaufen und dieser dürfe nicht matt gesetzt werden. Leicester M. fand es zielfördernd, die Figur des Turmes mit einem Minarett auszustatten, Daniel G. wollte die Bauern in Ziegenhirten und die Springer gar in Sprenger umbenennen.

dpa/hn

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