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Aktion in Salzburg

Freitag Gratis-Öffis: Kostenlos ist nicht grenzenlos – Das müssen Pendler beim Angebot beachten

Linie 24 vom Salzburger Hanuschplatz nach Freilassing ist im Kostenlos-Paket an Freitagen nur auf Salzburger Gebiet vertreten
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Die Linie 24 vom Salzburger Hanuschplatz nach Freilassing ist im Kostenlos-Paket an Freitagen nur auf Salzburger Gebiet vertreten, also bis zur letzten Haltestelle vor der Saalbrücke.

Nur kurz war die Freude über das Angebot bei bayerischen Pendlern, die täglich mit dem Bus oder der S-Bahn nach Salzburg fahren, in die Arbeit oder in die Schule.

Salzburg/Freilassing – Das Land hatte das kostenlose Nutzen der Öffis an Freitagen ausgerufen, gültig ab Freitag (1. April), vorerst bis zum 24. Juni. Das gilt allerdings nur für das Bundesland Salzburg, „also auf der Linie 24 nur bis zu letzten Haltestelle in Liefering vor der Grenze“, so Johannes Gfrerer vom Salzburger Verkehrsverbund. Das Gleiche gilt für die S-Bahn. 

Gehört Freilassing nun zum Verkehrsverbund oder nicht? „Bei den Jahreskarten ja“, so Gfrerer, bei dieser Kostenlos-Aktion des Landes nicht, denn das Land wolle ausschließlich Fahrten im Bundesland bezahlen. Die Linie 24 wird zu großen Teilen von Stadt und Land Salzburg finanziert, 55.000 Euro pro Jahr zahlt die Stadt Salzburg, 105.000 Euro das Land. Die Stadt Freilassing beteiligt sich mit 35.000 Euro. 

Kostenlos-Paket in Salzburg gilt nicht über Grenzen hinaus

Ausgenommen von der „Gratis nur im Bundesland Salzburg-Regel“ sind allerdings die Postbuslinien nach Mondsee und Bad Ischl, beide enden bekanntlich auch nicht im Bundesland Salzburg, sondern im benachbarten Oberösterreich. „Diese beiden Linien werden von Salzburg aus bestellt und gefahren“. Ausgenommen sind auch die beiden Korridorstrecken der Linien 180 und 260 über Bad Reichenhall, auch diese beiden Linien können an den folgenden, 13 Freitagen kostenlos genutzt werden, auch wenn man in Bad Reichenhall aussteigt oder einsteigt. 

Auch für die S-Bahn gilt das Kostenlos-Paket nur bis zur letzten Haltestelle vor der Grenze, also „Salzburg-Liefering“, für die eine Station weiter bis zum Bahnhof Freilassing muss dann wieder ein gültiges Ticket vorgewiesen werden. 

Hintergrund der Aktion „Benzin-frei-Tage“ ist, den Noch-Autofahrern ein Angebot zu machen, um das Nutzen von Bussen und Bahnen testen zu können. „Außerdem sind die aktuellen Spritpreise eine große Herausforderung für Pendler, das Angebot soll sich also an all jede richten, die bisher die Öffis noch nicht genutzt haben“, so Verkehrslandesrat Stefan Schnöll. 

Warum ausgerechnet Freitag?

Die Idee, dass ausgerechnet der Freitag der kostenlose Tag sein soll, kam von Gfrerer, „am Montag haben wir ja zum Beispiel die höchste Auslastung, der Freitag hingegen ist sowohl für Pendler, als auch schon für Freizeitnutzer ideal“. Für alle, die bereits Jahreskarten oder das neue 365-Euro-Ticket für das ganze Bundesland gekauft haben, gibt es wegen der 13 freien Freitage keine extra Rückvergütung oder Verlängerung der Gültigkeit, „dafür hat das Land für nächstes Jahr bereits die Tarife eingefroren“.

Dabei sind die Obustarife österreichweit am höchsten, so kostet ein Einzelticket im Bus derzeit 3 Euro, allerdings werden seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie keine Tickets mehr beim Fahrer verkauft, eine „Stundenkarte“ bei einem der zahlreichen Automaten kostet 2,20 Euro. In Wien kostet ein Einzelticket für U-Bahnen, Straßenbahnen und Buslinien 2,40 Euro.

hud

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