S-Bahnen nach Bayern, U-Bahn für Salzburg

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Salzburg - Seit Jahren wurde nur geträumt, nun werden die Schritte konkreter: Eine U-Bahn in der Mozartstadt, eine S-Bahn bis Traunstein und eine neue Strecke nach Berchtesgaden.

Pendler, Ausflügler und alle anderen Grenzgänger wissen es: Salzburg hat ein Verkehrsproblem. Vor allem auf den Straßen ortseinwärts staut es sich zu den meisten Tageszeiten - Beispiel Münchner Bundesstraße von Freilassing. Schon lange wurde in der Mozartstadt daher überlegt, wie der Verkehr über die Schiene entlastet werden könnte. Nun liegt eine umfassende Machbarkeitsstudie für die Regionalbahnen vor, die am Montag in Salzburg vorgestellt wurde.

Eine halbe Milliarde an geschätzten Kosten, und trotzdem spricht die "Kosten-Nutzen-Untersuchung" der Studie klar für eine unterirdische Stadtquerung in Salzburg. Bereits jetzt kommen die Lokalbahnen aus den Gemeinden nördlich von Salzburg (Lamprechtshausen, Oberndorf) unterirdisch am Hauptbahnhof an. Doch die Studie empfiehlt Richtung Süden weiter zu graben. Mögliche Haltepunkte: Mirabell - Altstadt - Nonntal - Akademiestraße - Alpenstraße. Von dort "über Tage" weiter über Anif nach Hallein.

Neue Trasse von Osten nach Berchtesgaden?

Von dieser Route abzweigen könnte eine weitere Trasse, die ein Novum wäre. Die Studie empfiehlt, auch eine Strecke Salzburg - Anif - Grödig - Berchtesgaden - Königssee im Auge zu behalten. Die Gemeinden sollten durch die Raumplanung diese Trasse für die Zukunft sichern. Demnach würde in Zukunft auch durch Marktschellenberg eine Zugstrecke führen.

Auch das Bestandsnetz soll weiter ausgelastet werden: Zusätzliche Verbindungen zwischen Salzburg und Freilassing, darüber hinaus sollte die S-Bahn von der Mozartstadt über Freilassing weiter führen bis nach Traunstein oder sogar Übersee. Vorgeschlagen wird auch ein Stundentakt für die Strecke von Salzburg über Freilassing nach Mühldorf.

U-Bahn mit höchster Priorität

In die Gespräche der vergangenen Tage waren nach Auskunft von Salzburgs Verkehrslandesrat Hans Mayr auch die Vertreter der EuRegio und der Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein eingebunden. Er spricht von einem "Jahrhundertprojekt": "Alle wollen dieses Zukunftsprojekt. Die Zeit ist reif, dass dieses Projekt jetzt angegangen wird." Die Prioritäten wurden aber so gesetzt, dass die "U-Bahn" in Salzburg an oberster Stelle steht. Die Regionalbahnen ins österreichische und bayerische Umland werden erst nachgereiht.

Alleine die Planungen für die Altstadtquerung sollen fünf bis sechs Jahre dauern. Etwa gleich lang wird die Bauzeit veranschlagt. Die Planungskosten könnten zwischen 30 und 40 Millionen Euro liegen - noch ist nicht mal geklärt, wer diesen ersten Schritt bezahlt.

xe

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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