Nach Tod von Floyd und „Black Lives Matter“

Schon wieder! US-Polizist würgt 13-jährigen Schwarzen - Video macht fassungslos

Ein neuer Fall von Polizeigewalt schockiert die USA. In Baton Rouge, Hauptstadt von Louisiana, nahm ein weißer Polizist einen schwarzen Jugendlichen rund 20 Sekunden in einen Würgegriff. Von dem Vorfall wurden Videos ins Netz gestellt.

Louisiana - Ein neues Video von Polizeigewalt gegen Schwarze sorgt in den Vereinigten Staaten wieder für Empörung. Die Aufnahmen vom Sonntag, 21. Februar, zeigen, wie ein Beamter einen Jungen zu Boden drückt und ihn in den Würgegriff nimmt.

Der genaue Auslöser für die Handlungen des Polizisten ist derzeit noch nicht bekannt. Ursprünglich wurde die Streifenbesatzung zum zweiten Mal an diesem Tag zu der Örtlichkeit gerufen, weil Jugendliche aufeinander losgegangen seien. Als die Beamten eintrafen, waren jedoch nur noch zwei Teenager vor Ort, wie CNN berichtete.

USA: Erneute Polizeigewalt gegen Schwarze

Als der Mann den Jungen wegen Ruhestörung in Gewahrsam nehmen wollte, habe sich dieser gewehrt und Widerstand geleistet. Beide Jugendliche wurden anschließend wegen des Angriffs auf einen Polizisten, Ruhestörung und Widerstand gegen die Staatsgewalt festgenommen, wie die Polizei auf einer Pressekonferenz mitteilte.

Sowohl der 13-jährige Junge als auch der zweite Teenager wurden nach mehreren Stunden in Untersuchungshaft jedoch wieder freigelassen. Nach der Veröffentlichung der Aufnahmen werden nun die Bodycams der Beamten genau unter die Lupe genommen, auch die betroffene Familie des 13-Jährigen habe die Bilder bereits gesehen. Weiter habe die Polizei auch Ermittlungen gegen die beiden Beamten aufgenommen. Noch seien diese aber nicht vom Dienst suspendiert worden.

Stadt will Aufklärung

Bürgermeisterin Weston Broome äußerte sich zu dem Vorfall auf einer Pressekonferenz mit den Worten: „Wir arbeiten ohne Pause, um die Lücke zwischen unseren Polizisten und den Bürgern zu schließen. Wir werden jetzt nicht drum herumreden. Ich werde mich persönlich dafür einsetzen, dass der Vorfall aufgeklärt wird.“ 

Die Bevölkerung zeigte sich nach dem Vorfall schockiert. Die beängstigenden Bilder erinnern an den tragischen Tod des Afroamerikaners George Floyd. Der Zwischenfall löste die globale Protestwelle „Black Lives Matter“ gegen Polizeigewalt aus. An „I can‘t breathe“ („Ich kann nicht atmen“) - die letzten Worte von Floyd - wird bei den weltweiten Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus immer wieder erinnert.

mz

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