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Peru: Öl- und Gas-Projekt im Dschungel gestoppt

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Viele Ureinwohner Perus sind schon von der westlichen Kultur geprägt: Junge Cacataibos aus einem Dorf.

Lima - Es ist ein Erfolg für die Ureinwohner: Der peruanische Kongress hat zwei Erlasse zur Erschließung der Öl- und Gasvorkommen im Amazonasgebiet zurückgenommen.

Den Ureinwohnern zufolge hätten sie die Ausbeutung ihres Landes durch ausländische Unternehmen ermöglicht.

Die Abgeordneten votierten mit 82 zu 14 Stimmen für die Aufhebung der umstrittenen Erlasse, die zu den schwersten Unruhen in dem südamerikanischen Land seit dem Vorgehen gegen die Guerillaorganisation Leuchtender Pfad vor zehn Jahren geführt hatten.

Auf einer Pressekonferenz nach der Abstimmung rief Indioführerin Daysi Zapata Aktivisten auf, die seit April auf Flüssen und Straßen im Dschungel errichteten Blockaden abzubauen. “Dies ist ein historischer Tag für Ureinwohner, denn er zeigt, dass unsere Forderungen und unsere Kämpfe gerecht waren“, sagte Zapata, die Vizepräsidentin der Konföderation von Amazonasindianern.

Zapata und der Oppositionspolitiker Freddy Otarola riefen die Regierung auf, nun auch noch sieben weitere umstrittene Erlasse zurückzunehmen. Die Proteste der Ureinwohner gegen die geplante Erschließung der Öl- und Gasvorkommen im Amazonasgebiet eskalierten am 5. Juni. Bei den Zusammenstößen zwischen demonstrierenden Indios und der Polizei wurden unbestätigten Angaben zufolge mehr als 50 Menschen getötet, darunter 24 Polizisten. Präsident Alan García hatte lange erklärt, die Erlasse seien für die Entwicklung der Urwaldregion nötig. In dem Gebiet werden große Öl- und Gasvorkommen vermutet, die der Staatschef von ausländischen Firmen erschließen lassen will. Am Mittwoch räumte er “eine Reihe von Fehlern“ ein und entschuldigte sich dafür, dass er im Vorfeld die Indioführer nicht konsultiert habe.

AP

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