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Drastische Corona-Versorgungslage

Laborarzt-Chef schlägt vor: Omikron-Infizierte sollen bei Betreuung von Covid-Erkrankten helfen

Eine Krankenschwester hält die Hand eines Coronavirus-Patienten an einem Beatmungsgerät auf der Coronavirus-Intensivstation im Krankenhaus.
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Eine Krankenschwester hält die Hand eines Coronavirus-Patienten an einem Beatmungsgerät. (Symbolbild)

Der Chef der Laborärzte fordert angesichts der Omikron-Welle eine stärkere Unterscheidung zwischen Corona-Kranken und Infizierten: So sollen symptomfreie Infizierte unter Arbeitsquarantäne weiterarbeiten.

Berlin - Im Zusammenhang mit der aktuell nahenden Omikron-Corona-Welle gibt es immer wieder Warnungen vor einem Zusammenbruch der kritischen Infrastruktur. Sektoren rüsten sich bereits mit Notfallplänen, um weiter funktionsfähig zu bleiben und nicht zu viele Infizierte auf einmal im laufenden Betrieb handhaben zu müssen.

Laborarzt-Chef fordert: Omikron-Infizierte sollen schwerer Erkrankte versorgen

Der Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Laborärzte, Dr. Andreas Bobrowski (65), fordert hierzu eine genauere Unterscheidung zwischen Erkrankten und symptomfrei Infizierten. In der Bild-Zeitung äußerte er sich zu einem neu gedachten Ansatz, wie die kritische Infrastruktur geschützt werden könnte. „Es ist eine ganz andere Denke entstanden und der muss man dann Rechnung tragen und sich überlegen, ob es möglich ist, dass Omikron-Infizierte Covid-Infizierte auf einer Intensivstation betreuen können“, so Bobrowski.

Andreas Bobrowski ist Vorsitzender des Berufsverbandes der Deutschen Laborärzte.

Wie der Laborärzte-Chef fordert, müsse es ein Umdenken im Umgang mit Omikron geben. Für ihn sei das Coronavirus „hinter der Brandmauer“. Er fordert neue Denkweisen aufgrund der aktuellen Corona-Lage. „Wir sollten nach alternativen Wegen suchen, die aber natürlich sowohl mit dem RKI als auch mit den Gesundheitsämtern abgesprochen werden sollten.“

Corona: „bevor das ganze System zusammenbricht“

Die Taktik, die Dr. Andreas Bobrowski anspricht, meint die „Arbeitsquarantäne“. Dabei arbeiten Menschen, die zwar geimpft, aber eben symptomlos infiziert sind, miteinander weiter. „Weil die Omikron-Variante so mild verläuft und so wenig Symptome hat, kann man sicherlich durchaus diese Überlegung machen, bevor das ganze System zusammenbricht“, so Bobrowskis Vorschlag gegenüber der Bild. „Einem symptomlosen Infizierten ist ja zuzumuten, andere Infizierte zu betreuen, die vielleicht schwerer krank sind.“

DKG-Vorstandsvorsitzende gegen Vorschlag

Das Plädoyer stößt durchaus auch auf kritischen Gegenwind. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, sagte gegenüber dem RND klar: „Ein flächendeckender Einsatz von infizierten symptomlosen Mitarbeitern in der kritischen Infrastruktur ist ein zu hohes Risiko, gerade auch im Gesundheitswesen für die besonders vulnerablen Gruppen.“ Und weiter: „Es wäre den Mitarbeitern auch schwer zu vermitteln, mit viel Aufwand Infektionsschutz zu betreiben, während Kollegen infektiös am Krankenbett stehen.“

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