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Nur mit negativem PCR-Test

Omikron: Immunologe warnt vor kürzerer Quarantäne und Isolation - ohne Test sei das „fahrlässig“

Immunologe Carsten Watzl.
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Immunologe Carsten Watzl.

Wegen Omikron wird eine kürzer Quarantänedauer diskutiert. Am 7. Januar entscheiden Bundekanzler Scholz und die Ministerpräsidenten über eine Änderung. Ein Experte warnt.

Berlin - Die USA und Großbritannien haben ihre Quarantänezeit verkürzt, um einen Kollaps der Infrastruktur durch die hochansteckende Omikron-Variante des Coronavirus zu verhindern. Auch in Deutschland wird über die Maßnahme nachgedacht. Eine mögliche Verkürzung der Isolations- und Quarantänedauer hält Immunologe Carsten Watzl allerdings nur in Kombination mit einem negativen PCR-Test für verantwortbar. „Das kann man nur seriös machen, wenn das mit einem negativen Test begleitet ist“, sagte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie der Deutschen Presse-Agentur.

Immunologe warnt vor verkürzter Quarantäne-Dauer ohne negativen PCR-Test

„Einfach so zu verkürzen, weil man sagt, sonst fallen zu viele Leute aus, dann lassen wir lieber Leute nach sieben Tagen raus, mit oder ohne Test - das würde ich für fahrlässig erachten.“ Schließlich könnten einige Menschen dann noch immer ansteckend sein und die Virus-Verbreitung beschleunigen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidenten wollen an diesem Freitag über das weitere Corona-Vorgehen beraten. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte Beschlüsse unter anderem zu möglichen zusätzlichen Kontaktbeschränkungen und zu Quarantänefristen in Aussicht gestellt.

Im Gespräch sind kürzere Zeiten, insbesondere für Beschäftigte wichtiger Versorgungsbereiche. Mit Blick auf die schon jetzt sehr rasche Ausbreitung der Omikron-Variant, könne es „durchaus Sinn machen“, dass sich jemand nach fünf oder sieben Tagen freitesten könne, sagte Watzl - gerade, wenn es um die kritische Infrastruktur gehe. Schließlich könnten besonders vollständig Geimpfte, die sich infizierten, durch die Immunreaktion das Virus schneller und früher bekämpfen.

Kürzere Inkubationszeit bei Omikron - Experte warnt dennoch

Allerdings sei dabei ein PCR-Test dringend angeraten, so Watzl. „Ganz klar: Ein Antigen-Schnelltest würde meiner Meinung nach nicht ausreichen.“ Entsprechende Pläne erforderten also zwingend, dass genügend PCR-Tests zur Verfügung stünden und durchgeführt werden könnten, betonte der Experte. Eine möglicherweise verkürzte Inkubationszeit bei Omikron, wie sie vielfach beobachtet werde, könne zwar dafür sorgen, dass die Menschen schon nach kürzerer Zeit virenfrei seien als bei anderen Virusvarianten und dann auch schneller wieder am alltäglichen Leben teilnehmen könnten. Allerdings, so betonte Watzl, gebe es noch nicht genügend Daten zur tatsächlichen Dauer der Omikron-Infektionen. (md mit dpa)

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