Nach schrecklichem Unfall mit sieben Toten in Südtirol

Stefan L. vor Gericht: Aus Liebeskummer trank er sich von Bar zu Bar

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Das von den Carabinieri Bozen herausgegebene Foto zeigt den Unfallwagen, der auf eine Mauer aufgefahren ist. Betrunken und vermutlich zu schnell - so fuhr ein Südtiroler am Sonntag (05.01.2020) in eine Gruppe junger deutscher Touristen. Am Tag danach starb ein siebtes Opfer im Krankenhaus.

Luttach - Der Todesfahrer von Luttach musste sich am 8. Januar vor Gericht verantworten. Zuvor war entschieden worden, dass er vorerst in Untersuchungshaft bleiben muss. Stefan L. gab an, dass er sich am Tag der Katastrophe aus Liebeskummer betrank.

Der Fall in Kürze

  • In der Nacht zum Sonntag,  den 5. Januar, raste Stefan L. mit 1,97 Promille mit dem Auto in eine Menschengruppe in Südtirol
  • Sechs junge Menschen aus Deutschland kamen dabei noch an der Unfallstelle ums Leben, eine weitere Frau im Krankenhaus
  • Am Mittwoch musste Stefan L. sich vor Gericht verantworten
  • Er sagte aus, sich am Tag des Unfalls von Bar zu Bar getrunken zu haben

Am 5. Januar raste Stefan L. durch Luttach und riss sieben Menschen in den Tod. Mit seinem Audi bretterte er durch Luttach und verursachte eine furchtbare Tragödie. Stefan L. erfasste 16 junge Menschen, sieben davon kamen ums Leben. Ein junger Mann liegt derzeit laut Bild-Informationen weiterhin auf der Intensivstation im Bozener Krankenhaus. Die Identitäten der sieben jungen Menschen aus Deutschland konnten mittlerweile geklärt werden. 

Der 27-Jährige musste sich am Mittwoch nun vor Gericht verantworten.


Kurz vor dem Prozess wurde bekannt gegeben, dass Stefan L. in Untersuchungshaft bleibt.

Laut Informationen der Bild-Zeitung habe Stefan L. zugegeben, sich am Samstag aus Liebeskummer betrunken zu haben. Den Nachmittag des 4. Januars, habe er mit trinken verbracht und sei eben auch Auto gefahren. Seine Freundin hatte sich vor Kurzen von ihm getrennt, daher sei er so traurig gewesen, wie die Bild weiter schreibt. Er sei bei der Wohnung seiner Mutter gestartet und habe sich dann von Pub zu Pub getrunken.

Ein Alkoholtest später im Krankenhaus ergab einen Wert von 1,97 Promille.

Alessandro Tonon, der Anwalt des 27-Jährigen, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag, sein Mandant habe nicht gemerkt, dass er so stark alkoholisiert gewesen sei. Ihm drohen nun wegen der Schwere des Unglücks bis zu 18 Jahre Haft. Die Ermittler gehen derzeit auch von zu schnellem Fahren bei dem Unfall aus. Wie schnell genau er war, als er in die Skigruppe fuhr, ist noch nicht bekannt.

Horror-Unfall in Luttach fordert zahlreiche Todesopfer

 © Dominik Bartl
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Auf der Straße, auf der sich der Horror-Crash in der Nacht auf Sonntag zugetragen hat, geschah im Jahr 2013 ebenfalls ein schlimmer Unfall. Der Verursacher war Bergsteiger-Legende Hans Kammerlander.

Derweil sind bereits die Leichen von fünf der sieben Verstorbenen nach Deutschland gebracht worden. Zwei der verletzten Personen haben, wie die Bild berichtet, einen Anwalt darauf angesetzt, ihre Ansprüche bei der Versicherung des Angeklagten geltend zu machen.

ics/jv

Quelle: rosenheim24.de

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