Nachterstedt

Nach Erdrutsch: Keine Hoffnung für Opfer

Der vermutlich letzte Versuch zur Bergung der drei Vermissten Erdrutsch-Oper ist gescheitert.
+
Der vermutlich letzte Versuch zur Bergung der drei Vermissten Erdrutsch-Oper ist gescheitert.

Nachterstedt - Zwei Tage nach dem verheerenden Erdrutsch am Tagebausee in Nachterstedt (Sachsen-Anhalt) ist der vermutlich letzte Versuch zur Bergung der drei Vermissten gescheitert.

Ein Einsatz der Bundeswehr sei nicht möglich, sagte Innenstaatssekretär Rüdiger Erben ( SPD ) am Montag in Nachterstedt . Panzer-Pioniere hatten das Gelände zuvor an der Abbruchkante erkundet. Auch Bergbau-Experten schätzten die Lage am Unglücksort weiterhin als sehr gefährlich ein. In der Nähe der evakuierten Häuser wurden neue Risse im Erdreich entdeckt. “Es ist nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Abbrüchen kommt“, sagte der Sprecher des Bergbau-Unternehmens LMBV, Uwe Steinhuber .


Lesen Sie auch:

Für die drei Vermissten im Alter von 48, 50 und 51 Jahren, die von dem Erdrutsch am Samstag mit ihrem Haus in den See gerissen wurden, gab es unterdessen kaum noch Hoffnung. Der Einsatz einer Wärmebildkamera in der Nacht zum Montag brachte keinen Erfolg. “Auch dieser Versuch hat uns keine Erkenntnisse über Standorte von lebenden oder nicht lebenden Personen gebracht“, sagte Landrat Ulrich Gerstner ( SPD ). Anschließend platzte auch der erhoffte Bundeswehr-Einsatz.

Erdrutsch: Haus in See versunken

Erdrutsch: Haus in See versunken
Nach einem gewaltigen Erdrutsch in Nachterstedt im östlichen Harzvorland ist ein Haus mit vermutlich drei Bewohnern in einem See versunken. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
In dem Gebiet hatte es in der Nacht geregnet, aber nicht so heftig, dass der Niederschlag als Grund für das verheerende Unglück angenommen wird. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Schaulustige an dem See. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Blick auf die Unglücksstelle. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Das Ausflugsschiff "Seelandperle" am Concordiasee liegt teilweise an Land. Das Schiff wurde durch eine große Flutwelle an Land geschoben. Verusacher war der Erdrutsch © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Polizei und Kreisverwaltung vermuteten einen Zusammenhang mit der früheren Braunkohleförderung. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Bei dem Gewässer - dem Concordia-See - handelt es sich um einen Tagebausee, der nach dem Abbau von Braunkohle geflutet wird. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Die Behörden sperren das Unglücksgebiet ab © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Das Doppelhaus stand rund 120 Meter vom Seeufer entfernt. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Weil weitere Erdrutsche befürchtet wurden, konnten zunächst keine Rettungskräfte zu den komplett vom Wasser bedeckten Haustrümmern vordringen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Bei dem Unglück rutschte den Angaben zufolge eine Fläche auf einer Länge von rund 350 Metern ab, auch eine Straße versank. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Die Straßen zum Unglücksort waren auch am Tag nach dem Erdrutsch gesperrt. © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Fassungslosigkeit unter den Anwohnern © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Wolfgang Böhmer, Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, besuchte das Unglücksgebiet am Sonntag © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Er wollte sich vor Ort ein Bild über die Lage machen. © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Böhmer zeigte sich betroffen. © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © AP

Über die genaue Unglücksursache herrschte weiter Rätselraten. “Alles was im Raum steht, ist spekulativ“, sagte der Sprecher der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft ( LMBV ), Steinhuber. Der Freiberger Hydrogeologe Broder Merkel sagte in einem dpa-Gespräch, dass der Grundwasseranstieg bei der Flutung des Sees eine Ursache sein könne. Den Erdrutsch in Nachterstedt bezeichnete er als “Ausnahmefall“. An anderen Tagebauseen in Deutschland wurde die Gefahr solcher Unglücke als gering eingeschätzt. “Wir müssen den Bericht und die Untersuchungsergebnisse der Kollegen abwarten“, sagte der Chef des Landesbergbauamtes in Brandenburg , Klaus Freytag.

Die LMBV sicherte den rund 40 Menschen, die möglicherweise nicht in ihre einsturzgefährdeten Häuser zurückkehren können, finanzielle Hilfe zu. “Wir wollen unbürokratisch und unter Zurückstellung offener rechtlicher Fragen schnell helfen“, sagte Steinhuber. Die LMBV will dazu eine Kontaktstelle am Unglücksort einrichten. Auch das Land Sachsen-Anhalt stellte finanziellen Hilfen in Aussicht. Einige der Betroffenen konnten am Sonntagabend kurzzeitig in ihre Häuser zurück, um persönliche Dinge zu holen. Dies habe zur “emotionalen Entspannung“ beigetragen, sagte Staatssekretär Erben.

Am frühen Samstagmorgen war urplötzlich eine etwa sechs Fußballfelder große Fläche in den See gerutscht und hatte ein Doppelhaus und die Hälfte eines Mehrfamilienhauses mehr als 100 Meter mit in die Tiefe mitgerissen. Wegen der unsicheren Lage verstärkte die Polizei am Montag die Absperrungen an den Ufern des seit einigen Jahren als Freizeitsee genutzten Gewässers. “In der Gefahrenzone besteht Lebensgefahr“, sagte ein Polizeisprecher. “Es ist um den See mindestens weiterhin so gefährlich wie bisher, wenn nicht sogar gefährlicher geworden“, sagte Erben.

dpa

Kommentare