Nach Erdrutsch: Neue Risse entdeckt

Für die drei vermissten Bewohner nach dem Erdrutsch gibt es keine Hoffnung mehr, dass sie noch leben.
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Für die drei vermissten Bewohner nach dem Erdrutsch gibt es keine Hoffnung mehr, dass sie noch leben.

Nachterstedt - Experten befürchten das Schlimmste: Zwei Tage nach dem verheerenden Erdrutsch am Tagebausee in Nachterstedt haben Experten in der Nähe der evakuierten Häuser neue Risse im Erdreich entdeckt.

“Es ist nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Abbrüchen kommt“, sagte Uwe Steinhuber , Sprecher der für die Flutung des Tagebausees zuständigen Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), am Montag in Nachterstedt . Die Polizei verstärkte die Sicherheitsabsperrungen.


Für die drei nach dem Erdrutsch vermissten Bewohner gibt es keine Hoffnung mehr, dass sie noch leben. Die ganze Nacht über wurde mit einer Wärmebildkamera nach den ihnen gesucht. Der Landrat des Salzlandkreises, Ulrich Gerstner ( SPD ), erklärte, der Einsatz in der Nacht sei nicht erfolgreich gewesen. “Auch dieser Versuch hat uns keine Erkenntnisse über Standorte von lebenden oder nicht lebenden Personen gebracht.“

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Als letzte Möglichkeit, die drei Vermissten im Concordia-See zu orten, gilt ein Einsatz der Bundeswehr. Ein Pioniererkundungstrupp soll prüfen, ob Bundeswehrtechnik eingesetzt werden kann. Die Polizei teilte mit, dass die Absperrungen rund um den See verstärkt werden. Aus Sicherheitsgründen sollen Waldwege zugeschüttet werden. “In der Gefahrenzone besteht Lebensgefahr“, sagte ein Polizeisprecher.


Erdrutsch: Haus in See versunken

Erdrutsch: Haus in See versunken
Nach einem gewaltigen Erdrutsch in Nachterstedt im östlichen Harzvorland ist ein Haus mit vermutlich drei Bewohnern in einem See versunken. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
In dem Gebiet hatte es in der Nacht geregnet, aber nicht so heftig, dass der Niederschlag als Grund für das verheerende Unglück angenommen wird. © dpa
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Schaulustige an dem See. © dpa
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Blick auf die Unglücksstelle. © dpa
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Das Ausflugsschiff "Seelandperle" am Concordiasee liegt teilweise an Land. Das Schiff wurde durch eine große Flutwelle an Land geschoben. Verusacher war der Erdrutsch © dpa
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Polizei und Kreisverwaltung vermuteten einen Zusammenhang mit der früheren Braunkohleförderung. © dpa
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Bei dem Gewässer - dem Concordia-See - handelt es sich um einen Tagebausee, der nach dem Abbau von Braunkohle geflutet wird. © dpa
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Die Behörden sperren das Unglücksgebiet ab © dpa
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Das Doppelhaus stand rund 120 Meter vom Seeufer entfernt. © dpa
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Weil weitere Erdrutsche befürchtet wurden, konnten zunächst keine Rettungskräfte zu den komplett vom Wasser bedeckten Haustrümmern vordringen. © dpa
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Bei dem Unglück rutschte den Angaben zufolge eine Fläche auf einer Länge von rund 350 Metern ab, auch eine Straße versank. © dpa
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Die Straßen zum Unglücksort waren auch am Tag nach dem Erdrutsch gesperrt. © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Fassungslosigkeit unter den Anwohnern © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Wolfgang Böhmer, Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, besuchte das Unglücksgebiet am Sonntag © AP
Erdrutsch: Haus in See versunken
Er wollte sich vor Ort ein Bild über die Lage machen. © AP
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Böhmer zeigte sich betroffen. © AP
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Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
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Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © AP
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Die genaue Ursache der Katastrophe steht nach Angaben von LMBV- Sprecher Uwe Steinhuber noch nicht fest. “Alles was im Raum steht, ist spekulativ“. Er betonte, sein Unternehmen werde den rund 40 Menschen zur Seite stehen, die ihre Häuser verlassen mussten. “Wir wollen unbürokratisch und unter Zurückstellung offener rechtlicher Fragen schnell helfen“, sagte er. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft will dazu bis Dienstag eine Kontaktstelle für Betroffene in Nachterstedt einrichten.

dpa/ap

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