BP mit Mega-Summe für Ölpest-Opfer

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Washington - Der Ölkonzern BP will nach Medienberichten eine Mega-Summe für Entschädigungszahlungen an die Opfer der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko bereitstellen.

Der Konzern werde 20 Milliarden Dollar (16 Milliarden Euro) in einen unabhängig verwalteten Topf einzahlen, hieß es am Mittwoch. Genaue Details würden noch zwischen der US-Regierung und den BP-Anwälten ausgearbeitet, heißt es unter Berufung auf einen hohen US-Regierungsbeamten.

Der Ölmulti soll mehrere Jahre Zeit bekommen, das Geld aufzubringen, schreibt die “New York Times“ in ihrer Online-Ausgabe. Die Verwaltung des Fonds solle Kenneth Feinberg übernehmen, der zuletzt als Sonderbeauftragter der Regierung im Zuge der Finanzkrise die Bezahlung hunderter Topmanager überwachte. Er war auch Verwalter des Kompensationsfonds für Hinterbliebene von Opfern der Terroranschläge am 11. September.

US-Präsident Barack Obama hatte die BP-Führung ins Weiße Haus zitiert, um mit ihr über die Auszahlung von Schadensersatz an Fischer, Arbeiter und andere von der Ölpest Betroffene zu verhandeln. Der Präsident bemängelt, dass BP mit den Zahlungen nicht nachkomme. Er forderte den britischen Energieriesen auf, rechtmäßige Ansprüche “angemessen, gerecht und zügig“ zu begleichen.

Bei dem Konzern sind seit der Explosion der Bohrinsel “Deepwater Horizon“ vor acht Wochen mehr als 51 000 Forderungen eingegangen. Für BP kamen der Aufsichtsratsvorsitzende Carl-Henric Svanberg und Chef Tony Hayward und andere Manager ins Weiße Haus. Die US-Regierung war mit einem großen Aufgebot vertreten. Neben Obama und Vizepräsident Joe Biden waren mindestens fünf Minister anwesend.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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