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Ein Bild, das die Welt bewegt

Schwangere Frau und ungeborenes Kind sterben nach Beschuss von Kinderklinik in Mariupol

Ein Bild, das um die Welt ging. Eine Frau stirbt nach einem Bombenangriff aus eine Kinderklinik in Mariupol.
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Ein Bild, das um die Welt ging. Eine Frau stirbt nach einem Bombenangriff aus eine Kinderklinik in Mariupol.

Mariupol ist einer der Hauptschauplätze des russischen Angriffskrieges in der Ukraine. Immer wieder wird die Hafenstadt Opfer heftigen Beschusses. Am vergangenen Mittwoch wurde dabei auch eine Geburts- und Kinderklinik durch die Bombardierung zerstört.

Mariupol - Kaum ein Foto steht so sinnbildlich für die Brutalität, mit der Russland im Kampf gegen die Ukraine vorgeht. Gerade deswegen ging es in den vergangenen Tagen um die Welt und rührte dabei Millionen von Menschen. Eine hochgradig schwangere junge Frau wird schwer verletzt auf einer Trage aus der komplett zerstörten Geburts- und Kinderklinik in Mariupol getragen. Das Krankenhaus der Hafenstadt wurde am Mittwoch von einem heftigen Bombardement getroffen.

Werdende Mutter stirbt nach Bombenangriff

Wie der Fokus mit Berufung auf die amerikanische Presseagentur AP am Montag (14. März) berichtet, sind die Frau und ihr ungeborenes Baby in Folge des Bombenangriffes gestorben. Dem Bericht nach wurde die werdende Mutter in ein anderes Krankenhaus gebracht, wo man versucht habe, sie und ihr Kind zu retten. Die Wiederbelebungsmaßnahmen haben über 30 Minuten lang angedauert, erfolglos. Das schildert der behandelte Chirurg der Agentur. Auch bei dem ungeborenen Kind waren keine Lebenszeichen mehr zu erkennen. Offenbar erfuhr die Mutter zunächst noch von dem Tod ihres Kindes, bevor sie selbst verstarb.

Die Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, Ljudmila Denisowa, beschrieb die Attacke auf ihrem Telegram-Kanal als „ein Beispiel für Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord gegen das ukrainische Volk“. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba bezeichnete den Vorfall als „Barbarei“. Auch international sorgte der Bombenangriff für Empörung.

Eine verletzte schwangere Frau geht die Treppe eines Entbindungskrankenhauses hinunter, das durch Beschuss in Mariupol, Ukraine, beschädigt wurde.

Angriff sorgt international für Empörung

Jen Psaki, die Sprecherin des Weißen Hauses, beschrieb den Angriff in Washington mit den Worten, es sei „entsetzlich, einen solch barbarischen Einsatz militärischer Gewalt gegen unschuldige Zivilisten in einem souveränen Land zu sehen“. Ein UN-Sprecher stellte klar, eine medizinische Einrichtung sollte „niemals ein Ziel sein“.

Die Frau auf dem Foto ist allerdings nur eines von vielen Opfern. Eine weitere Mutter verlor bei den Angriffen auf die ukrainische Hafenstadt zwei ihrer drei Kinder. Ukrainischen Angaben zufolge sind bisher weit mehr als 2000 Zivilisten getötet worden. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges am 24. Februar seien 2187 Menschen ums Leben gekommen, teilte der Stadtrat am Sonntag mit. Allein in den vergangenen 24 Stunden habe es 22 Luftangriffe auf die umkämpfte Stadt am Asowschen Meer gegeben, bei denen etwa 100 Bomben abgeworfen worden seien.

Eine Mutter sitzt weinend auf dem Boden im Flur eines Krankenhauses in Mariupol, und umarmt eines ihrer Kinder. Zwei ihrer drei Kinder wurden während des Beschusses der Stadt getötet.

Russland rechtfertigt Bombardierung

Die Angreifer würden absichtlich Wohngebäude, Krankenhäuser wie auch die Infrastruktur, attackieren. Russland hingegen beharrt darauf, lediglich militärische Ziele anzugreifen. Die Bombardierung des Kinderkrankenhauses rechtfertigte eine russische Sprecherin damit, dass ukrainische „nationalistische Bataillone“ Personal und Patienten aus dem Gebäude gebracht hätten, um es als Gefechtsstellung zu benutzen. 

nt

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