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Umfrage

Lungenärzte: Stickoxide sind Zeichen für schlechte Luft

Autos fahren an der Luftmessstation am Neckartor vorbei. Foto: Bernd Weissbrod/Illustration
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Autos fahren an der Luftmessstation am Neckartor vorbei. Foto: Bernd Weissbrod/Illustration

München (dpa) - Laut Onlineumfrage des Lungenärzte-Verbandes BdP sehen mehr als drei Viertel der antwortenden Mitglieder in Stickoxiden einen Marker für schlechte Luft, der stellvertretend auch für die übrigen, oft wesentlich gefährlicheren Schadstoffe stehe.

Ein Großteil der Befragten sei der Ansicht, dass eine Diskussion über die Methodik von Studien nicht zu einer Bagatellisierung der Auswirkungen von Luftverschmutzung führen dürfe, teilte der Bundesverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner mit. Vielmehr müsse die umstrittene Beweislage zu verbesserten Beweisen führen.

Jeder müsse ein Recht auf möglichst schadstoffarme Luft haben - schließlich sei ein freiwilliger Verzicht anders als etwa bei Zigaretten nicht möglich, hieß es vom BdP. «Verstörend ist es, wenn Ärzte nicht eindeutig für saubere Luft für Patienten und Gesunde eintreten.»

Eine Gruppe von Lungenspezialisten um Dieter Köhler, den ehemaligen Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), hatte am Mittwoch in einer Stellungnahme den gesundheitlichen Nutzen der aktuellen Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide bezweifelt. Sie sähen keine wissenschaftliche Begründung, die die geltenden Werte rechtfertigen würden. Die Grenzwerte sind Grundlage für Dieselfahrverbote in einigen deutschen Städten.

Die Position der Gruppe stehe in wesentlichen Teilen in deutlichem Widerspruch zu den von pneumologischen Fachgesellschaften und Berufsverbänden publizierten Stellungnahmen zur Relevanz von Luftschadstoffen für die Gesundheit, hieß es vom BdP weiter. Die Einwände der 106 Pneumologen - aus einer Befragung von über 4000 Mitgliedern der DGP - repräsentierten keineswegs die Meinung der Mehrheit der deutschen Lungenärzte.

BdP

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