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Polizei will „Cold Case“ in London unbedingt lösen

Gruselige Entdeckung in Kühltruhe: Lag Roy Bigg (†70) zehn Jahre darin?

Die Londoner Polizei tappt im Fall Roy Bigg im Dunkeln und bittet die Bevölkerung um Hinweise.
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Die Londoner Polizei tappt im Fall Roy Bigg im Dunkeln und bittet die Bevölkerung um Hinweise.

Ein schrecklicher Fund in einer Kühltruhe einer stillgelegten Londoner Bar lässt wortwörtlich an die bekannte TV-Serie „Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen“ erinnern.

London – Vielen wird die Krimiserie „Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen“, die jahrelang auf dem TV-Sender „kabel eins“ (mittlerweile auf „sixx“ zu sehen) – mit unter anderem Kathryn Morris und Danny Pino in den Hauptrollen – lief, noch ein Begriff sein. Im Zentrum der Fernsehserie, dessen Produktion nach über sieben erfolgreichen Jahren Mitte 2010 eingestellt wurde, stehen Polizisten, die Kriminalfälle lösen, welche bereits zu den Akten gelegt worden sind. Die Handlung der Serie leitet sich auch folglich vom englischen Ausdruck „Cold Case“, der einen ungeklärten, zu den Akten gelegten Kriminalfall bezeichnet.

Biggs Überreste anhand seiner Zähne identifiziert

Bereits am 15. Oktober machten Bauarbeiter im Keller einer alten Londoner Bar im Stadtteil Newham eine grausame Entdeckung, die wortwörtlich an die bekannte TV-Serie erinnern lässt. Dort fand man die Leiche eines Mannes in einer der Kühltruhen des stillgelegten Pubs namens „Simpson’s Wine Bar“. Dem Vernehmen nach lag der leblose Körper jahrelang unentdeckt dort. Die Metropolitan Police (MPS) wandte sich am Montag (21. März) nun an die Öffentlichkeit und bat um Hinweise. Denn bisher blieb eine Obduktion des Verstorbenen, der auf den Namen Roy Bigg hört, ergebnislos. Die Überreste des Toten konnten tatsächlich nur anhand seiner Zähne identifiziert werden.

Bekannte hatten vor zehn Jahren Vermisstenaufruf gestartet

Doch wie Roy Bigg dahin gelangt ist, bleibt für die Beamten der Polizeibehörde der Region Greater London ein Rätsel. Merkwürdig ist zudem, wie das jahrelang unbemerkt blieb, obwohl kurz nachdem Bigg im Jahr 2012 verschwunden war, Bekannte einen Vermisstenaufruf auf „Missing People“ veröffentlichten. „Roy, wir sind für dich da, wann immer du bereit bist; wir können dir zuhören, dir sagen, welche Hilfe du brauchst, dir eine Nachricht übermitteln und dir helfen, in Sicherheit zu sein“, waren die emotionalen Worte seiner Freunde, die nach Bekanntwerden sicherlich einen tiefen Schock zu verarbeiten hatten.

Die Beamten wollen den Fall unbedingt lösen und nicht so stehen lassen. Deshalb bitten sie die Bevölkerung nun um jedes noch so kleinste Detail, die ihnen bei der Enträtselung behilflich sein könnten. „Wenn Sie Roy kannten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Es spielt keine Rolle, ob Sie ihn schon lange nicht mehr oder nur kurz gekannt haben, jede Information kann für unsere Ermittlungen von Bedeutung sein“, so Detective Chief Inspector (zu Deutsch: Kriminalhauptkommissar) Kelly Allen von der Met’s Specialist Crime Command (zu Deutsch: Kommando Spezialkriminalität).

Bigg wohl vor acht Jahren schon gestorben

Allen verriet zudem, dass die Staatsgewalt davon ausgehe, dass der am 8. September 1944 geborene Bigg, bei seinem Tod etwa 70 Jahre alt gewesen sei. Das würde im Umkehrschluss wiederum bedeuten, dass der Engländer schon vor knapp acht Jahren ums Leben gekommen ist. Vor wenigen Wochen war ebenfalls ein trauriger Zufallsfund von einer bereits mumifizierten Leiche in Italien gemacht worden, worüber rosenheim24.de berichtet hatte. Bleibt nur noch zu hoffen, dass der Tod von Roy Bigg genauso, wie die vielen mysteriösen Mordfälle bei „Cold Case“, geklärt wird und „kein Opfer wirklich je vergessen ist“.

mck

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