Schreckliche Unglücke bei Axams und Kühtai

Zwei Lawinenabgänge in Tirol: Österreicher (48) und Münchner (16) sterben

Lawinenabgang (Symbolbild)
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Lawinenabgang (Symbolbild).

Axams/Kühtai - Gleich zu zwei schweren Lawinenunglücken kam es am Samstag, 30. Januar, in Tirol. Dabei kamen in der Axamer Lizum und bei Kühtai gleich zwei Menschen ums Leben.

Österreicher (48) im Axamer Lizum verschüttet

Zunächst startete am Vormittag ein 48-jähriger Österreicher vom Parkplatz der Axamer Lizum zum Widdersberg alleine eine Skitour. Ein weiterer Tourengeher und dessen Begleiter kamen dann gegen 12.10 Uhr zum Lizumer Kar, wo sie unterhalb des Widdersbergsattels einen Lawinenkegel unmittelbar neben einer Aufstiegsspur feststellten. Dem Duo erschien dies nach Polizeiangaben ungewöhnlich und deswegen suchten sie den Kegel mit Lawinensuchgeräten ab.

Gegen 12.18 Uhr konnte dabei eine verschüttete Person lokalisiert werden. Die beiden Tourengeher setzten sofort die Rettungskette in Gang und begannen mit dem Ausgraben. Schließlich wurde der 48-Jährige in etwa zwei Metern Tiefe entdeckt und befreit. Die Besatzung des inzwischen eingetroffenen Notarzt-Hubschraubers begann sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, welche laut Tiroler Polizei jedoch gegen 13 Uhr erfolglos beendet werden mussten. Die Leiche wurde schließlich mit einem Polizeihubschrauber vom Berg geflogen. Zum eigentlichen Unfallhergang gibt es bislang keine Zeugen.

16-Jähriger von Lawine mitgerissen - tot

Zum zweiten Unglück kam es gegen 12.30 Uhr im Skigebiet Kühtai. Dort hielten sich ein 16-jähriger Deutscher und seine beiden Freunde (14 und 15 Jahre alt) im Bereich der Bergstation der Drei-Seen-Bahn auf. Das Trio startete eine Abfahrt und verließ nach Polizeiangaben auf Höhe der Drei-Seen-Hütte die gesicherten Pisten.

Im freien Gelände kam der 16-Jährige schließlich unterhalb der Staumauer des Speichers Finstertal zu Sturz und verlor dabei einen Ski. Beim Versuch des Wiederanschnallens löste sich ein Schneebrett und der 16-Jährige wurde von der Lawine mitgerissen und vollständig verschüttet. Seine beiden Freunde konnten sich gerade noch in Sicherheit bringen und setzten anschließend sofort einen Notruf ab. Um 14.25 Uhr wurde der Verschütte durch einen Lawinenhund entdeckt. Vom Notarzt konnte jedoch nur mehr der Tod des 16-Jährigen festgestellt werden. Nach Informationen von rosenheim24.de handelt es sich bei dem Verstorbenen um einen gebürtigen Münchner, der zuletzt in Innsbruck wohnte.

Polizei Tirol/mw

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