Das sind die Kultobjekte der Nuller Jahre

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Geschmackssache: Diese Gummischuhe, genannt "Crocs", waren im letzten Jahrzehnt einer der großen Trends.

Hamburg - Bionade, Heizpilze und quietschbunte Plastiklatschen: Die letzten zehn Jahre haben jede Menge neue Trends hervorgebracht. Das sind die Kultobjekte der Nuller Jahre:

In den Urlaub geht es mit dem Rollkoffer, das Navi im Handy lotst selbst Fußgänger durch die Stadt und in der Küche ist Bärlauch der letzte Schrei: In den Nuller Jahren, also den Jahren zwischen 2000 und 2009, gab es einen ganzen Haufen neuer Erfindungen - nicht immer notwendig, teils skurril, oft aber trotzdem ganz schön sinnvoll.

Die Autoren Tobias Moorstedt und Jakob Schrenk haben daraus sogar ein Lexikon gemacht - und erzählen in dem Buch "Das Jetzikon: 50 Kultobjekte der Nuller Jahre" (Rowohlt Verlag, 8,95 Euro) Geschichten über die Kultobjekte des letzten Jahrzehnts.

Das sind die Kultobjekte der Nuller Jahre

Das sind die Kultobjekte der Nuller Jahre

Kultobjekte, Nuller Jahre, Jahrzehnt, Trends
Ob als Pesto, in der Salami oder als Essig: Bärlauch war das Trendgemüse des frühen 21. Jahrhunderts. © dpa
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2000 wurde in Deutschland die erste Flatrate von der Firma Mobilcom angeboten: Für 77 Mark konnten die Kunden unbegrenzt telefonieren und im Internet surfen. © dpa
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Zur Fuball-WM 2006 in Deutschland boomte der Verkauf von Flatscreen-Fernsehern. Auch gegen Ende der Nuller Jahre wuchs der Markt jährlich um 15 bis 20 Prozent - trotz Rezession und Kaufkraftschwund. © dpa
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2002 tauchten die ersten Crocs in den Geschäften auf. Die Kunststofflatschen mit Löchern gelten als superbequem. 2007 hatte Crocs schon über 10 Millionen Paar Schuhe verkauft! © dpa
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"Biegen Sie jetzt rechts ab": Ab 2002 eroberten die Navigationssysteme den Markt. Mittlerweile gibt es diese Funktion auch im Handy. © dpa
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Mit dem Rauchverbot schossen die Heizpilze nur so aus dem Boden. Und sorgten auch in Deutschland für ein Dolce-Vita-Gefühl: Endlich kann mana uch an einem verregneten Apriltag Cappuccino auf der Terrasse trinken. © dpa
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Wellness zum Abfüllen: Die Öko-Brause Bionade in der Retro-Flasche gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen. © dpa
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Das beliebteste Schmuckstück 2002 war nicht aus Gold oder Diamanten, sondern aus Kupfer, Plastik und Aluminium - der iPod. Bis Anfang 2009 verkaufte Apple mehr als 220 Millionen Player und hatte einen Anteil von 70 Prozent auf dem digitalen Musikmarkt. © dpa
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Das "Arschgeweih" hatte seine Blütezeit 2004. Vor allem Frauen zwischen 15 und 50 ließen sich am unteren Rücken eine Tätowierung stechen. © dpa
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Im Jahr 2000 stellte die Firma M-Systems den ersten USB-Stick vor. Auf dem sieben Zentimeter langen Kunststoffquader konnte man damals acht Megabyte speichern - die zehnfache Datenmenge einer 3,5-Zoll-Diskette. © dpa
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Megatrend ab 2001: Rollkoffer! Ein amerikanischer Pilot erfand das Prinzip 1989. Er war es leid, jeden Tag seinen Koffer durch die Flughäfen zu tragen und schraubte kurzerhand zwei Rollen darunter. © dpa

Ohne diese Dinge ging in den letzten zehn Jahren gar nichts. Man denke nur an ein Leben ohne Internet-Flatrate und Flachbildschirm. Unvorstellbar! Doch wer weiß, was davon irgendwann einmal in einer Museumsvitrine landet...

Christina Schmelzer

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