Übergang Laufen wird dafür aufgelöst

Kiefersfelden wird Kontingentübergang

Kufstein/Kiefersfelden/Laufen/Freilassing - Der Grenzübergang Kiefersfelden wird jetzt wohl doch ein Kontingentübergang. In Kufstein sind derzeit rund 300 Menschen untergebracht, die nach Deutschland wollen.

UPDATE 13 Uhr: Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Der Grenzübergang Laufen/Oberndorf wurde jetzt auch offiziell als Übergabepunkt zur Übernahme von Flüchtlingen aus Österreich aufgelöst. Der bayerische Landespolizeipräsident Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer teilte heute Landrat Georg Grabner folgendes mit: „Das Bundespolizeipräsidium Potsdam als zuständige Grenzbehörde hatte zunächst am 30.10.2015 mit den zuständigen österreichischen Behörden zur koordinierten Abwicklung des Zustroms von Migranten u. a. den Grenzübergang Laufen als einen von insgesamt fünf Grenzübergangspunkten festgelegt.

Grenzübergang Laufen wird aufgegeben

Im Rahmen einer am 03.11.2015 stattgefundenen Telefonschaltkonferenz zwischen Vertretern des Bundesministeriums des Innern, der Bundespolizei und des Bundesministeriums des Innern der Republik Österreich sowie des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr, wurde nun jedoch vereinbart, den ursprünglich als Übergabepunkt vordefinierten Grenzübergang Laufen aufzugeben.“

Als Ersatz wurde stattdessen im Bereich Kiefersfelden/Kufstein ein neuer Übergabebereich bestimmt, so der Landespolizeipräsident in seinem Schreiben. Landrat Georg Grabner hat bereits am heutigen Vormittag den 1. Bürgermeister der Stadt Laufen, Hans Feil über die Entscheidung auf Bundes- und Landesebene informiert.

In der Folge bedeutet dies, dass ab sofort am Grenzübergang in Freilassing die Übernahmezahl wieder von 100 auf 50 Flüchtlingen pro Stunde reduziert wird. Dies wird auch bereits von der Bundespolizei am Übergabepunkt am Saalachwehr in Freilassing so praktiziert, wie in der heutigen Lagebesprechung deutlich wurde.

Übernahmezahl in Freilassing wird auf 50 Flüchtlinge beschränkt

In der als Notunterbringung genutzten ehemaligen Möbelhalle in Freilassing, Sägewerkstraße befanden sich am Mittag rund 700 Personen, die am Nachmittag wieder mit einem Sonderzug ins Bundesgebiet weitergeleitet werden. Weitere 670 Flüchtlinge hielten sich unterdessen zur gleichen Zeit auf Salzburger Gebiet auf und warteten auf ihren Grenzübertritt nach Freilassing. Ein zweiter Sonderzug zur Weiterleitung der ankommenden Flüchtlinge in eine Erstaufnahmeeinrichtung ist für Mittwochabend angekündigt.

UPDATE 12.42 Uhr: Kiefersfelden wird Kontingentübergang

Wie Radio Charivari auf seiner Facebook-Seite verkündet, wird der Grenzübergang Kiefersfelden jetzt doch zu einem Kontingentübergang erklärt. Der bestehende Übergang in Laufen wird dafür aufgegeben. Am Kontingentstandort Kiefersfelden sollen Flüchtlinge geordnet nach Deutschland einreisen. 

Erstmeldung

Aktuell sind 300 Asylsuchende, die nach Deutschland weiterreisen wollen, in Kufstein untergebracht. Sie werden von der deutschen Polizei im Laufe des Tages sukzessive am Grenzübergang Kufstein/Kiefersfelden geregelt übernommen. Das teilte die Landespolizeidirektion Tirol am Mittwochvormittag mit.

Die deutsche Bundespolizei plant indes aktuell nicht, zwischen Kufstein und Kiefersfelden einen sogenannten Kontingentübergang einzurichten. Dennoch wurden auch am Dienstag wieder mehrere hundert Flüchtlinge geordnet von Kufstein per Zug nach Deutschland geschickt. Der Grenzübergang hier wird nicht direkt als Kontingentübergang bezeichnet, er wird jedoch geduldet. Das sagte jetzt der Sprecher des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam Thomas Mozdzynski auf Nachfrage von Radio Charivari.

Je mehr feste Kontingentpunkte eingerichtet werden, desto mehr Beamte werden auch benötigt. Deshalb soll es vorerst bei den fünf Orten - Laufen, Wegscheid, Freilassing, Neuhaus am Inn und Simbach - bleiben. So könne das Personal besser gebündelt und die ankommenden Flüchtlinge qualitativer abgearbeitet werden heißt es. Wenn also die Kräfte in Rosenheim nicht mehr ausreichen sollten, würde die geregelte Übergabe hier ausgesetzt, so die Bundespolizei

Pressemitteilung Landespolizeidirektion Tirol/Radio Charivari/mw/sse

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Welt-News

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser