Klimaforscher bekommen Rückendeckung

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Ein kleiner kenianischer Junge sitzt in Nordkenia an einer Wasserstelle, an der sich gerade eine Kamelherde aufhält. Die Daten der Klimaforscher bekommen nun Rückendeckung.

London - Im Skandal um angeblich gefälschte Daten zum Klimawandel haben die beschuldigten Forscher Rückendeckung bekommen.

Die Wissenschaftler von der renommierten Climate Research Unit der britischen Universität von East Anglia hätten zulässige und richtige Methoden angewandt, hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht einer unabhängigen Kommission. Klimawandel-Skeptiker hatten ihnen Datenmanipulation vorgeworfen. Sie hätten damit einen von Menschen gemachten Klimawandel nachweisen wollen, den es gar nicht gebe.

Die Vorwürfe hatten im November 2009 kurz vor dem Weltklimagipfel in Kopenhagen Aufruhr ausgelöst: Hacker hatten sich Zugang zu Hunderten E-Mails der Wissenschaftler verschafft und sie im Internet veröffentlicht. Darauf war eine Diskussion um Verschwörungstheorien ausgebrochen, ob der Mensch überhaupt am Klimawandel Schuld sei. Die Forscher hatten die Vorwürfe zurückgewiesen, mehrere Untersuchungen wurden angesetzt.

Allerdings werden in dem neuesten Bericht auch Kritikpunkte aufgeführt. So habe die Forschungsarbeit stark auf statistischen Methoden basiert; es sei aber zu wenig mit professionellen Statistikern zusammengearbeitet worden. In dem aktuellen Bericht waren die Methoden der Wissenschaftler überprüft worden, nicht die eigentlichen Ergebnisse. Bereits vor wenigen Wochen war ein Parlamentsbericht herausgekommen, der die Forscher von Vorwürfen entlastet hatte. Eine weitere Untersuchung läuft derzeit noch.

dpa

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