Schiff überladen?

Tragödie auf dem Tigris - 94 Tote bei Fährunglück im Nordirak

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Bei einem Fährunglück auf dem Tigris kamen mindestens 94 Menschen ums Leben.

Mossul war über Jahre eine Hochburg der Terrormiliz Islamischer Staat. Mittlerweile ist die Stadt befreit, doch nun erschüttert ein Unglück auf dem Tigris die Menschen.

21.38: Erneut steigt die Zahl der Toten des Fährunglücks im Nordirak, so das dortige Innenministerium. Mittlerweile seien 94 Menschen bei dem Drama ums Leben gekommen. Damit ist das Unglück der schwerste Unfall im Irak seit Jahren. 

20.51 Uhr: Die Zahl der Toten ist mittlerweile von 70 auf mindestens 85 gestiegen, wie der irakische Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi am Donnerstag berichtete. 55 Überlebende konnten jedoch aus dem Fluss Tigris gerettet werden, darunter 19 Kinder. Abdel Mahdi ordnete eine dreitägige Trauerzeit an.

Unglaubliche Rettungsaktion in Hamburg: Ein Mann entdeckte über eine Live-Webcam zufällig eine Person, die in der Elbe trieb - und rettete ihr damit das Leben, wie nordbuzz.de* berichtet.

Irak: Fährunglück auf dem Tigris

Ursprungsmeldung vom 21. März, 17.15 Uhr: Mossul  - Bei einem Fährunglück nahe der nordirakischen Stadt Mossul sind mindestens 71 Menschen ertrunken. 55 Überlebende seien aus dem Fluss Tigris gerettet worden, teilte ein Sprecher des irakischen Innenministeriums am Donnerstag mit, wie die staatliche Nachrichtenagentur INA berichtete. Unter den Opfern waren nach Angaben des Gesundheitsministeriums viele Frauen und Kinder.

Aufnahmen in den sozialen Medien zeigten Menschen, die im starken Strom des Flusses mitgerissen wurden. Einige klammerten sich an Gegenstände, die im Wasser schwammen. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Die Fähre war nördlich von Mossul unterwegs und kenterte nahe einer beliebten Ausflugsinsel, zu der sie am kurdischen Neujahrsfest Passagiere bringen sollte.

Irak: Mindestens 71 Tote bei Fährunglück - Schiff soll überladen gewesen sein

Irakischen Medien zufolge soll das Schiff umgekippt sein, weil es überladen war. Der Parlamentsabgeordnete Abdal Rahim al-Schamari erklärte, die Fähre sei für 50 Menschen gebaut worden, habe aber rund 200 an Bord gehabt. Augenzeugen berichteten, sie sei alt gewesen.

Da es in den vergangenen Wochen in der Region viel geregnet hatte, ist der Wasserstand des Tigris derzeit hoch, was die Rettungsarbeiten erschwerte. Mossuls Einwohner wurden in sozialen Medien aufgerufen, sich an der Rettung der Opfer zu beteiligen. Auch Hubschrauber waren im Einsatz.

Die einstige Millionenstadt Mossul war im Sommer 2014 von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) überrannt worden. Irakische Truppen konnten sie 2017 mit Luftunterstützung der internationalen Anti-IS-Koalition wieder befreien.

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dpa/AFP/mef

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