Inzest-Monster Fritzl in Spezialgefängnis verlegt

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Josef Fritzl (74) wird von Polizisten abgeführt.

Wien  - Der zu lebenslanger Haft verurteilte Inzesttäter Josef Fritzl (74) ist jetzt nach wochenlanger Suche der Behörden in ein Spezialgefängnis in Stein (Niederösterreich) verlegt worden.

Das Gefängnis von Stein ist nach Angaben der Nachrichtenagentur APA vom Mittwoch die größte Strafanstalt Österreichs. Man habe sich für Stein unter anderem aus “sicherheitstechnischen Überlegungen“ entschieden, erläuterte der Leiter der österreichischen Vollzugsdirektion, Karl Drexler, den Beschluss. Unter anderem gibt es in dem Gefängnis eine eigene Krankenstation, “was bei seinem fortgeschrittenen Alter eine Rolle gespielt hat“.

Fritzl war Mitte März von einem Schwurgericht in St. Pölten wegen Mordes durch unterlassene Hilfeleistung und tausendfacher Vergewaltigung seiner Tochter Elisabeth zu lebenslanger Haft und Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verurteilt worden.

„Gewisse Ablehnung“ für Sittlichkeitsverbrecher

Bei der Verlegung Fritzls habe man auch berücksichtigt, dass “Sittlichkeitsverbrecher bei Mitinsassen auf eine gewisse Ablehnung stoßen“, sagte Drexler. Dies habe man bei der Entscheidung “präventiv mitbedacht“. In Stein sitzen praktisch nur Langzeit-Verurteilte in Einzel- oder Doppelzellen.

Fritzl hatte seine Tochter Elisabeth vor rund 25 Jahren in einen fluchtsicheren Keller seines Wohnhauses verschleppt und sie dort immer wieder misshandelt und vergewaltigt. Im Laufe der Jahre zeugte er sieben Kinder, von denen eines wenige Tage nach der Geburt starb. Wegen des Todes dieses Kindes wurde Fritzl im März zu lebenslanger Haft verurteilt.

dpa

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