Indische Polizei erschießt elf Protestierende

Neu Delhi - Die Polizei hat bei Protesten gegen lokale Wahlen im Nordosten Indiens mindestens elf Menschen erschossen. Angeblich hatten die Demonstranten zuvor Wahlhelfer angegriffen.

Nach offiziellen Angaben eröffneten die Sicherheitskräfte an verschiedenen Orten das Feuer, als Gruppen von Demonstranten am Dienstag Wahlhelfer im Bundesstaat Assam angriffen. „Die Polizei muss zurückschlagen, um die Leben der Wahlhelfer zu schützen“, sagte der oberste Polizeibeamte des Bundesstaates, GD Tripathy. Zusätzliche Sicherheitskräfte und Soldaten seien in die betroffenen Gebiete geschickt worden.

Alle Toten gehörten zum Stamm der Rabha Hasong, erklärte die Polizei. Die Stammesmitglieder forderten, dass zunächst ihre eigenen Räte gewählt werden, ehe es Kommunalwahlen gibt. „Sie denken, dass die Dorfgremien die Autorität ihrer autonomen Räte untergraben“, sagte ein Polizist. Seit Montag demonstrieren tausende Menschen im Distrikt Goalpara. In der Gegend gibt es mehrere militante Gruppen und Stämme, die Autonomie oder eine Abspaltung vom Bundesstaat Assam fordern.

dpa

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