Grundwasser löste Erdrutsch aus

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Luftaufnahme der Häuser am Concordia-See.

Halle - Der gestiegene Grundwasserspiegel im Gebiet um den Concordia-See war nach Ansicht von Fachleuten der Auslöser für den verheerenden Erdrutsch mit drei Toten in Nachterstedt.

“Das Wasser war der Hauptfaktor“, sagte Günter Meier, Altbergbau-Experte der Deutschen Geotechnischen Gesellschaft, der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung“. Meier sagte, durch die Flutung des ehemaligen Tagebaus sei ringsum das Grundwasser angestiegen, “es sucht sich dann den Weg geringsten Widerstands“.


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Ähnlich äußerte sich der Dezernent für Altbergbau im Landesbergamt, Gerhard Jost. Das Wasser müsse mit die Initialzündung gegeben haben. Die für die Flutung früherer Braunkohletagebaue zuständige Gesellschaft LMBV äußert sich weiter zurückhaltend über mögliche Ursachen. “Wir können nichts ausschließen, aber es ist sicher nicht hilfreich, sich auf einen Aspekt zu konzentrieren“, sagte Sprecher Uwe Steinhuber dem Blatt. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) hatte in der vergangenen Woche erklärt, sowohl Grundwasserspiegel als auch mögliche Bodenschwankungen seien in der Vergangenheit überwacht worden.

Erdrutsch: Haus in See versunken

Erdrutsch: Haus in See versunken
Nach einem gewaltigen Erdrutsch in Nachterstedt im östlichen Harzvorland ist ein Haus mit vermutlich drei Bewohnern in einem See versunken. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
In dem Gebiet hatte es in der Nacht geregnet, aber nicht so heftig, dass der Niederschlag als Grund für das verheerende Unglück angenommen wird. © dpa
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Schaulustige an dem See. © dpa
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Blick auf die Unglücksstelle. © dpa
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Das Ausflugsschiff "Seelandperle" am Concordiasee liegt teilweise an Land. Das Schiff wurde durch eine große Flutwelle an Land geschoben. Verusacher war der Erdrutsch © dpa
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Polizei und Kreisverwaltung vermuteten einen Zusammenhang mit der früheren Braunkohleförderung. © dpa
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Bei dem Gewässer - dem Concordia-See - handelt es sich um einen Tagebausee, der nach dem Abbau von Braunkohle geflutet wird. © dpa
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Die Behörden sperren das Unglücksgebiet ab © dpa
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Das Doppelhaus stand rund 120 Meter vom Seeufer entfernt. © dpa
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Weil weitere Erdrutsche befürchtet wurden, konnten zunächst keine Rettungskräfte zu den komplett vom Wasser bedeckten Haustrümmern vordringen. © dpa
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Bei dem Unglück rutschte den Angaben zufolge eine Fläche auf einer Länge von rund 350 Metern ab, auch eine Straße versank. © dpa
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Die Straßen zum Unglücksort waren auch am Tag nach dem Erdrutsch gesperrt. © AP
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Fassungslosigkeit unter den Anwohnern © AP
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Wolfgang Böhmer, Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, besuchte das Unglücksgebiet am Sonntag © AP
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Er wollte sich vor Ort ein Bild über die Lage machen. © AP
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Böhmer zeigte sich betroffen. © AP
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Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
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Am 18. Juli waren an dem Tagebausee große Erdmassen ins Rutschen gekommen. Sie hatten zwei Häuser 100 Meter in die Tiefe gerissen. Drei Bewohner im Alter von 48, 50 und 51 Jahren kamen ums Leben. 41 Menschen dürfen derzeit nicht in ihre Häuser zurück.

dpa

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