Riesiger Drogenhändlerring in Trier ausgehoben

Trier - Insgesamt 204 Beschuldigte, 53 Haftbefehle und ein Handel mit rund 400 Kilogramm Betäubungsmitteln: In Trier wurde ein weit verzweigter Drogenhändlerring ausgehoben.

Die Staatsanwaltschaft Trier hat nach fast zwei Jahren die Ermittlungen gegen den Drogenhändlerring abgeschlossen.

Wie die Justizbehörde am Dienstag mitteilte, wurden seit Beginn des Verfahrens im Mai 2008 auch zahlreiche Wohnungen durchsucht. Davon waren neben Trier auch andere Städte wie Bonn, Konz und Gusterath betroffen. Mehrere Beschuldigte wurden inzwischen zu Freiheitsstrafen zwischen einem und zehn Jahren verurteilt. Die Ermittlungen hatten sich zunächst nur gegen zwei 29 und 34 Jahre alte Libanesen aus Trier gerichtet, die verdächtigt wurden, als Autohändler getarnt mit Betäubungsmitteln im Kilogrammbereich gehandelt zu haben.

Nach mehreren Monaten aufwendiger Arbeit gelang es den Angaben zufolge schließlich der eigens eingesetzten Ermittlungsgruppe “Morgenland“, die bandenmäßigen Strukturen des Drogenrings aufzuhellen und mehrere Tatverdächtige bei der Abwicklung von Rauschgiftgeschäften festzunehmen. Im Zuge der weiteren, annähernd zweijährigen Ermittlungen leitete die Staatsanwaltschaft Trier 200 weitere Ermittlungsverfahren ein und beantragte und vollstreckte 53 Haftbefehle. Die Wohnungsdurchsuchungen im März 2009 führten dann zu weiteren Festnahmen und der Sicherstellung von etwa zwölf Kilogramm Amphetamin, 2,4 Kilo Marihuana und 135 Gramm Haschisch. Drei Haupttäter wurden schließlich im Februar des laufenden Jahres wegen bandenmäßigen Handeltreibens und der Einfuhr von Betäubungsmitteln (Marihuana, Amphetamin und Ecstasy) vom Landgericht Trier zu Haftstrafen zwischen fünf und zehn Jahren verurteilt.

Insgesamt wurde in dem Verfahrenskomplex der Handel mit rund 250 Kilogramm Marihuana, 140 Kilogramm Amphetamin, zwei Kilogramm Haschisch, 5.000 Ecstasy-Pillen sowie die Verbreitung von 20.000 Euro Falschgeld aufgedeckt und zur Anklage gebracht. Einige Gerichtsverfahren dauern noch an.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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