Schreckliche Bluttat am 20. Oktober

Frau (20) in Zell am See erschossen: 17-Jähriger gesteht die Tat

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    Isabelle Skubatz
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Zell am See - Am 20. Oktober ist in Zell am See eine 20-jährige Pinzgauerin in ihrer Wohnung erschossen worden. An Weihnachten konnte die Salzburger Polizei nun einen 17-jährigen Tatverdächtigen festnehmen. Er sitzt wegen Verdacht auf Mord in U-Haft.

Update, 12. Januar: Beschuldigte gesteht Tat

Nachdem am 20. Oktober 2018 in Zell am See eine 20-jährige Pinzgauerin getötet worden war, gestand der in Untersuchungshaft befindliche 17-jährige Beschuldigte am 9. Januar 2019 im Zuge seiner neuropsychiatrischen Begutachtung die Begehung der Tat ein. Dabei beschuldigte er einen 18-jährigen Pinzgauer, ihn zum Umbau der Schreckschusswaffe zu einer Schusswaffe und in weiterer Folge zur Tat genötigt zu haben. 

Bei der Tatausführung soll er als Fahrer fungiert haben. Aufgrund dieser Angaben erging am 11. Jänner 2019 von der Staatsanwaltschaft Salzburg eine richterlich bewilligte Festnahmeanordnung gegen den 18-Jährigen. Diese wurde am späten Nachmittag des 11. Jänner 2019 an seiner Wohnadresse im Pinzgau vollzogen. Er ist zum Tatvorwurf nicht geständig und wird nach Abschluss der notwendigen Erstmaßnahmen in die Justizanstalt Salzburg eingeliefert. 

Die Ermittlungen zu den bisherigen Erkenntnissen, insbesondere zu den Motiven beider Beteiligter, und die waffen- sowie datentechnischen Auswertungen dauern noch an. Ergänzend dazu werden noch Befragungen bzw. Vernehmungen von Zeugen und Auskunftspersonen notwendig sein.

Pressezwischenbericht LPD Salzburg

Update, 27. Dezember: Tatverdächtiger in U-Haft

Eine schreckliche Bluttat hatte sich am 20. Oktober in Zell am See ereignet. Eine 20-jährige Pinzgauerin wurde abends in einem Mehrparteienhaus (in dem die Frau wohnte) erschossen. Die Frau erlag noch am Tatort ihren schweren Verletzungen.

Wie die Landespolizeidirektion Salzburg nun berichtet, konnte im Verlauf des 23. und 24. Dezembers nun ein 17-jähriger Pinzgauer als Tatverdächtigen festnehmen. Dies gelang "aufgrund von Erkenntnissen aus dem sogenannten "digitalen Fußabdruck" des 20-jährigen Mordopfers". Im Besitz des 17-Jährigen, der aus dem Bekanntenkreis des Mordopfers stammt, stellten die Polizisten zwei zu Schusswaffen umgebaute Schreckschusspistolen sicher. Die waffentechnische Überprüfung beim Bundeskriminalamt ergab vorab eine höchstwahrscheinliche Übereinstimmung mit den am Tatort des Mordes und im Zuge der Obduktion sichergestellten Spuren. 

Eine persönliche Verantwortung des Tatverdächtigen zum Sachverhalt gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Aufgrund der Faktenlage ordnete die Staatsanwaltschaft Salzburg die Überstellung des festgenommenen 17-jährigen Pinzgauers in die Justizanstalt Salzburg an. Ein Richter des Landesgerichts Salzburg hat am 26. Dezember auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Untersuchungshaft wegen des Verdachtes des Mordes verhängt. 

Die weiteren Ermittlungen erstrecken sich laut Polizei nunmehr auf die Überprüfungen und Auswertungen der gewonnenen Erkenntnisse sowie Vernehmungen des Tatverdächtigen, etwaiger Zeugen und Auskunftspersonen. Sobald es kriminaltaktisch möglich ist, alle Fakten überprüft und die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen sind, ergeht eine abschließende Presseinformation des Landeskriminalamtes gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Salzburg.

Vorbericht

Eine 20-jährige Pinzgauerin wurde am 20. Oktober 2018 gegen 21.30 Uhr durch eine bislang unbekannten Täter in einem Mehrparteienhaus der Gemeinde Zell am See mit einer Schusswaffe getötet. Noch am Tatort erlag die Frau ihren Verletzungen. 

Der Täter, bei dem es sich nach Zeugenaussagen um einen jüngeren Mann mit schlanker Statur, ungefähr 170 cm Köpergröße, dunkel bekleidet mit einer Kapuze über dem Kopf handelte, konnte unerkannt flüchten. 

Das Landeskriminalamt Salzburg ermittelt in alle Richtungen. Die bisher eingelangten Hinweise und Zeugenaussagen werden ausgewertet, überprüft und fließen in die Ermittlungen ein. Wie bereits berichtet konnten im Verlauf der Tatortarbeit mehrere Patronenhülsen und Projektile sichergestellt werden, welche den entsprechenden kriminaltechnischen Untersuchungen zugeführt wurden. Die Tatwaffe konnte bis dato, auch unter Beiziehung von Polizeidiensthunden nicht aufgefunden werden. Einsatztaucher des Einsatzkommandos Cobra suchten nach der Tatwaffe im Zeller See da zum derzeitigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Tatwaffe vom Täter dort entsorgt wurde. 

Die Obduktion der 20-Jährigen am 22.10.2018 bestätigte als Todesursache die Schussverletzungen. Das Tatmotiv ist Gegenstand der Ermittlungen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keinen konkreten Tatverdacht, weshalb sich die Ermittlungen in jede Richtung erstrecken. 

Das Ersuchen an die Bevölkerung um Mitteilung sachdienlicher Hinweise, an das Landeskriminalamt Salzburg unter 059133/50 3333, ist nach wie vor aufrecht.

Pressemitteilung Landespolizeidirektion Salzburg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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