WHO fordert mehr Verkehrssicherheit

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Die WHO fordert mehr Verkehrssicherheit in Europa.

Frankfurt/Main - Die Weltgesundheitorganisation (WHO) hat mehr Bemühungen um Verkehrssicherheit in Europa angemahnt. Besonders gefährdet sind Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer.

Einer am Donnerstag in Rom veröffentlichten WHO-Studie zufolge ereignen sich 70 Prozent aller Todesfälle auf europäischen Straßen in den ärmeren Ländern des Kontinents. Bei fast 50.000 der jährlich rund 120.000 Verkehrstoten handelt sich um Fußgänger, Rad- oder Motorradfahrer. Die WHO bezieht sich auf 49 der 53 Länder der europäischen Region, in denen 99 Prozent der Bevölkerung leben.

Die Studie kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass jährlich bis zu drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts eines Landes durch unfallbedingte Gesundheitsausgaben, vorzeitigen Tod und Fehlzeiten am Arbeitsplatz verloren gehen. Dies sei insbesondere darauf zurückzuführen, dass viele der Opfer jung seien und dass die jährlich 2,4 Millionen nicht tödlichen Unfälle eine wesentliche Ursache für Behinderungen seien. Die Ausgaben für Verkehrssicherheit seien weit geringer als der Verlust, der den Volkswirtschaften durch Verkehrsunfälle entstehe.

Durch Maßnahmen wie den Bau von Überführungen, Gehsteigen und Fahrradspuren, die Bekämpfung von Trunkenheit am Steuer und Geschwindigkeitsüberschreitung sowie die Förderung der Verwendung von Schutzhelmen und Autokindersitzen könnten jährlich Zehntausende Menschenleben gerettet werden, erklärte die WHO. In nicht einmal einem Drittel der Länder liege die Anschnallrate über 90 Prozent; in einem Siebtel gebe es keine angemessenen Promillegrenzen beziehungsweise seien Kindersitze im Auto nicht vorgeschrieben. “Benötigt wird ein stärkerer politischer Wille zur Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer“, betonte die Organsiation.

AP

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