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Aktie fällt

Nach Twitter-Kauf: Elon Musk droht mit Rückzug

Sorge um Fake-Accounts und eine Aktie auf Talfahrt: Elon Musk wirft dem Kurznachrichtendienst einen Bruch der Bedingungen für die Twitter-Übernahme vor.

Update vom Dienstag, 7. Juni, 15.00 Uhr: Elon Musk kündigte erneut einen Rückzug aus der Twitter-Übernahme an. Er warf dem Kurznachrichtendienst einen Bruch der Bedingungen für die milliardenschwere Übernahme vor. Twitter weigere sich, von Musk eingeforderte Daten zu Spam- und Fake-Nutzerkonten auf der Plattform herauszurücken, hieß es am Montag (6. Juni) in einem offenen Brief seiner Anwälte. Laut den Vereinbarungen sei Twitter dazu aber verpflichtet.

Damit behält sich der Mitinhaber des Elektroautoherstellers Tesla den Angaben zufolge das Recht vor, die Übernahme wieder abzublasen. Bereits Mitte Mai hatte Musk angekündigt, den Deal auf Eis zu legen und auf den Nachweis der Daten gepocht. „Herr Musk ist inzwischen der Ansicht, dass Twitter sich offenkundig weigert, seinen Verpflichtungen aus der Fusionsvereinbarung nachzukommen“, hieß es in dem Schreiben. Damit wehre sich Twitter aktiv gegen die Informationsrechte Musks. „Das verstärkt den Verdacht, dass das Unternehmen die angeforderten Daten aus Furcht darüber zurückhält, was Musks eigene Analyse dieser Daten aufdecken wird.“

Tech-Milliardär Elon Musk behält sich das Recht vor, sich vom Twitter-Deal zurückzuziehen.

Elon Musk bezweifelt, dass die öffentlichen Angaben von Twitter zur Anzahl von Spambots und Fake-Accounts zutreffen. Während Musk von mindestens einem Fünftel der Nutzerinnen und Nutzer ausgeht, gab der Kurznachrichtendienst die Zahl mit unter fünf Prozent an. Die Konfrontation wird auch an der Börse mitverfolgt. Die Twitter-Aktie sackte vorbörslich in New York um 6,3 Prozent ab.

Elon Musk legt Twitter-Kauf vorerst auf Eis – und verlangt Nachweis über Fake-Konten

Update vom Mittwoch, 18. Mai, 13.10 Uhr: Tech-Milliardär Elon Musk pocht bei der geplanten Twitter-Übernahme weiter auf Klarheit über die Zahl falscher Konten bei dem Kurzbotschaftendienst. Am Dienstag (17. Mai) verlangte Musk Garantien dafür, dass weniger als fünf Prozent der Nutzerkonten bei Twitter Spam- oder Fake-Konten seien – andernfalls könne das beabsichtigte Geschäft „nicht vorankommen“.

Der Gründer des US-Elektroautobauers Tesla und derzeit reichste Mensch der Welt erhob bei Twitter den Vorwurf, dass sich Agrawal „öffentlich geweigert“ habe, einen Nachweis zu erbringen. Twitter-Chef Parag Agrawal hatte zuvor Vorwürfe über zu viele gefälschte Konten auf seiner Plattform zurückgewiesen, woraufhin Musk mit einem Kothaufen-Emoji reagierte.

In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht forderte Twitter zudem seine Aktionär:innen auf, Musks ursprünglichem Übernahmeangebot zuzustimmen. Demnach hatte Musk vor dem Angebot drei Tage lang mit Agrawal über das Geschäft und die Produkte des Unternehmens gesprochen.

Elon Musk schlägt günstigeres Angebot für Twitter-Kauf vor

Update vom Dienstag, 17. Mai, 12.45 Uhr: Elon Musk hat im Ringen um seine Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter ein günstigeres Angebot ins Spiel gebracht. Der Tech-Milliardär beißt sich bei seinem angekündigten Twitter-Kauf derzeit an dem Vorwurf fest, dass der Online-Dienst zu niedrige Zahlen von Fake-Accounts angebe. Deshalb hat Musk die Verhandlungen vorerst auf Eis gelegt und sein Angebot von rund 44 Milliarden Dollar für die Plattform zurückgezogen – die Übernahme droht zu platzen.

Der Deal könne nicht weitergehen, bis Twitter-Chef Parag Agrawal beweise, dass die Fake-Profile auf Twitter tatsächlich weniger als fünf Prozent der Nutzer-Basis ausmachten, schrieb Musk am Dienstag (17. Mai) auf Twitter. Sein Ursprüngliches Kaufangebot habe er im Glauben an die Richtigkeit der offiziellen Angaben von Twitter gemacht. Ein Deal zu einem niedrigeren Gebot sei allerdings „nicht außer Frage“, wie Musk in einem Video-Interview bei einer Konferenz am Montag (16. Mai) betonte. „Je mehr Fragen ich stelle, desto größer werden meine Sorgen“, erklärte er. Der Tesla-Chef geht davon aus, dass Fake-Profile mindestens ein Fünftel aller Twitter-Accounts ausmachten – nannte aber keine Basis dafür.

Der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla rückt schon seit Freitag (13. Mai) die angeblichen falschen Angaben zu Fake- und Spam-Accounts in den Vordergrund – und schickte die Twitter-Aktie damit selbst auf Talfahrt. In den vorbörslichen US-Handel am Dienstag startete die Aktie bei nur 36,35 Dollar. Das ist weit entfernt von den 54,20 Dollar je Aktie, die Musk den Aktionär:innen in Aussicht gestellt hatte. Unklar ist, ob inkorrekte Angaben zur Zahl der Fake-Accounts wirklich als eine so gravierende Falschinformationen über das Twitter-Geschäft durchgehen, dass Musk die Konditionen des Deals ändern oder die Übernahme abblasen kann.

Elon Musk legt Twitter-Kauf vorübergehend auf Eis

Erstmeldung vom Freitag, 13. Mai: Austin – Tech-Milliardär Elon Musk hat seinen Deal zum Kauf von Twitter am Freitag für vorläufig ausgesetzt erklärt. Er wolle erst Berechnungen abwarten, dass Accounts, hinter denen keine echten Nutzer stecken, tatsächlich weniger als fünf Prozent ausmachten, schrieb Musk bei Twitter. Der Online-Dienst hatte diese Schätzung Anfang der Woche veröffentlicht. Musk hatte zuvor erklärt, er wolle Accounts, die etwa zum Versenden von Spam-Nachrichten eingesetzt werden, von der Plattform verbannen.

Die Twitter-Aktie fiel nach Musks Tweet im vorbörslichen Handel rasch um fast ein Viertel und notierte bei etwa 34,50 Dollar. Das ist weit entfernt von den 54,20 Dollar je Aktie, die Musk den Aktionären in Aussicht gestellt hatte. Schon am Donnerstag (12. Mai) war das Papier mit 45,08 Dollar aus dem Handel gegangen – ein Zeichen der Skepsis von Investoren, dass Musk den Deal tatsächlich durchzieht.

Der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla hatte sich mit dem Twitter-Verwaltungsrat auf einen rund 44 Milliarden Dollar schweren Deal geeinigt. Er ist aber noch darauf angewiesen, dass ihm genug Aktionäre ihre Anteile abtreten wollen. Twitter und Musk wollten die Übernahme eigentlich bis zum Jahresende abschließen. Er kaufte in den vergangenen Monaten bereits einen Anteil von gut neun Prozent an Twitter an der Börse. (as/iwe/dpa)

Rubriklistenbild: © John Angelillo/imago

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