Sommergetränke

Was den Durst am besten löscht

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Ist Wasser immer noch am besten? Wir geben Antworten rund ums Trinken.

Ob im Urlaub oder daheim – gerade im Sommer sollte man ausreichend trinken. Aber was? Acht Antworten für Durstige.

Was taugen Bio-Limonaden?

Die Bionade hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht. Daneben gibt es jede Menge ähnliche Nachahmerprodukte. Doch auch wenn solche ein Bio-Siegel tragen, sollte man sich nicht zu viel erhoffen, warnt die Stiftung Warentest in der Zeitschrift „test“ (Ausgabe 8/2009). Zwar stammen demnach die Zutaten zu 95 Prozent aus dem Bioanbau und es dürfen weder Süßstoffe noch Farb- oder Konservierungsstoffe enthalten sein. Doch der Fruchtanteil ist trotzdem gering. „Während in der Sorte Holunder noch etwas Saft aus Konzentrat steckt, geht der Geschmack bei Kräuter, Litschi und Ingwer-Orange auf natürliche Aromen und Extrakte zurück“, lautet die Bionade-Analyse der Verbraucherschützer.

Bei der Herstellungsweise gibt es teils immense Unterschiede zwischen den Bio-Limos. Die Bionade wird wie Bier gebraut. Allerdings wird dabei der Zucker nicht zu Alkohol umgewandelt, sondern zu Gluconsäure, eine Fruchtsäure, die für natürlichen Geschmack sorgen soll. Andere sparen sich laut „test“ dieses Verfahren und vermischen lediglich Wasser mit Malzextrakt sowie Zitronensäure – etwa River von Aldi Nord.

Wo ist der Fruchtgehalt am höchsten?

Nur Fruchtsäfte liefern 100 Prozent Fruchtanteil. Fruchtnektare enthalten je nach Obstsorte 25 bis 50 Prozent Fruchtanteil. Und Fruchtsaftgetränke liegen in der Regel noch niedriger. Hier spielen auch Aromen und Zuckerzusätze eine Rolle. Die Verbraucherschützer raten: „Es lohnt sich also immer ein Blick auf die Zutatenliste.“

Ist Apfelschorle besonders gesund?

Apfelsaft hat vergleichsweise wenig Vitamine, liefert aber genauso viel Energie wie ein Orangensaft. Aber mit Wasser gemischt, sinkt die Gesamt-Kalorienzahl und es kommen Mineralstoffe hinzu. Das macht Schorlen – nicht nur mit Apfelsaft – zu einem guten Durstlöscher. Allerdings sollte man bei fertigen Schorlen auf die Zutatenliste achten. Laut „test“ kommt hier der Geschmack oft von Aromen.

Können Smoothies Obst ersetzen?

Fruchtdrinks, die unter der Bezeichnung Smoothies verbreitet sind, sollten laut Stiftung Warentest höchstens eine der fünf empfohlenen Obst- und Gemüseportionen am Tag ersetzen. Denn sie würden oft aus geschältem Obst und Gemüse hergestellt, das noch dazu erhitzt werde, um den Fruchtbrei haltbar zu machen. Dabei gingen Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe verloren. Außerdem enthielten Smoothies viel Fruchtzucker, weshalb sie keine Durstlöscher seien.

Was bringen Wellnessgetränke?

Diese Modegetränke, die mit heilendem Kokosnusswasser werben oder als Antistress-Getränk aus Brennnesseln verkauft werden, seien meist wenig natürlich, aber teuer, urteilt „test“. Diese Getränke seien verzichtbar.

Geben Sportler-Getränke mehr Kraft?

Sportlergetränke seien allenfalls bei mehrstündiger Belastung sinnvoll. Neben Flüssigkeit lieferten sie reichlich Mineralstoffe und Kohlenhydrate. Für Hobbysportler reiche eine Fruchtschorle aber aus.

Kann Bier auch Durst löschen?

Bier hat einige Trümpfe: Es ist eine exzellente Quelle für B-Vitamine, Magnesium und Kalium. Das Problem ist der Alkohol. Wer auf alkoholfreies Bier setzt, ist damit „gerade bei langen Wanderungen“ aber gut dabei.

Bleibt Mineralwasser das Beste?

Nur mit Wasser wird der Durst ohne Kalorien und Zusatzstoffe bekämpft. Leitungswasser ist den Verbraucherschützern zufolge das am meisten kontrollierte Lebensmittel Deutschlands. Und es reiche als Durstlöscher aus. Wer sich für natürliches Mineralwasser entscheide, erhalte bei einigen Produkten mehr Mineralstoffe. Davon zu unterscheiden sei Tafelwasser – ein „Kunstprodukt aus Wasser, Mineralstoffen und Kohlensäure“.

mm

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