Drogenboss nach tödlicher Jagd gefasst

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Einer der gefährlichsten Drogenbosse, Christopher “Dudus“ Coke, ist festgenommen worden.

Kingston - Einer der gefährlichsten Drogenbosse, Christopher “Dudus“ Coke, ist festgenommen worden. Bei der Jagd nach ihm sind mehr als 70 Menschen gestorben. Bei Coke liegt Kriminalität in der Familie.

Der von den USA gesuchte jamaikanische Drogenhändler Christopher “Dudus“ Coke ist nach Polizeiangaben nahe der Hauptstadt Kingston festgenommen worden. Coke sei am Dienstag bei einer Fahrzeugkontrolle an einer Fernstraße gefasst worden, sagte Polizeichef Owen Ellington.

Letzte Worte aus der Todeszelle

Letzte Worte aus der Todeszelle

Das US-Justizministerium bezeichnet Coke als einen der gefährlichsten Drogenbosse der Welt und hat seine Auslieferung beantragt. Bewaffnete Anhänger Cokes hatten Ende Mai mehrere Polizeiwachen angegriffen, nachdem sich die jamaikanische Regierung entschlossen hatte, dem Antrag der USA nachzukommen. Daraufhin stürmten Sicherheitskräfte das Viertel Tivoli Gardens in Kingston, in dem sich Cokes Hauptquartier befindet.

76 Menschen kamen bei den blutigen Unruhen ums Leben. Ein Pfarrer, unter dessen Vermittlung sich kürzlich bereits Cokes Bruder der Polizei gestellt hatte, sagte, der Gesuchte habe sich den Behörden in der US-Botschaft in Kingston stellen wollen, als er von der Polizei angehalten worden sei. Gegen Coke wird in New York wegen Drogen- und Waffenschmuggels ermittelt. Im Fall eines Schuldspruchs droht ihm lebenslange Haft. Bereits sein Vater, Jim Brown, war Boss einer Drogenbande und kam 1992 bei einem Gefängnisbrand ums Leben, als er auf seine Auslieferung in die USA wartete.

AP

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