„Da ist überreagiert worden“

Coronavirus: Zahlen steigen drastisch an - Doch neue Erkenntnisse machen Hoffnung

Rom: Mitarbeiter des Roten Kreuzes bereiten sich bei einer Übung auf den Transport eines Coronavirus-Patienten vor.
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Rom: Mitarbeiter des Roten Kreuzes bereiten sich bei einer Übung auf den Transport eines Coronavirus-Patienten vor.

Das Coronavirus verbreitet Angst und Schrecken. Wir erklären, was trotz der Epidemie Hoffnung macht - besonders Frauen.

  • Das Coronavirus Covid-19 breitet sich weltweit aus. 
  • Auch in Deutschland gibt es Infektionen in allen Bundesländern - besonders schwer hat die Pandemie Italien getroffen.
  • Doch trotz Coronavirus gibt es Erkenntnisse, die Hoffnung machen.

München - Wer kennt in deutschen Großstädten die Szenen nicht: Jemand kommt mit einem Mundschutz in die U-Bahn, den Bus oder die Tram - und sofort machen alle Platz. 

Die Angst vor dem Coronavirus, sie ist auch in Deutschland greifbar. Fast 700 Infizierte gibt es hierzulande (Stand, Freitagabend, 6. März). Besonders hart trifft es indes ein Land, das über den Brenner, Tirol und den Hauptbahnhof München nahe an der Bundesrepublik dran ist: Italien.


Coronavirus: Covid-19 hat besonders Italien hart getroffen

Insgesamt seien 4.636 Menschen in Italien mit dem Coronavirus infiziert, teilte der Zivilschutz am Freitag in Rom mit. Momentan ist der Verlauf der Epidemie noch nicht abzusehen. Doch: Es gibt neben den ganzen Negativschlagzeilen gleich mehrere Gründe zur Hoffnung:

Berlin: Ein Wegweiser zur im Aufbau befindlichen Abklärungsstelle Coronavirus am Vivantes Klinikum Prenzlauer Berg.
  • Mediziner warnen vor Hysterie: Und zwar unisono. „Wir haben keine medizinische Lage, wir haben eine politische Lage“, erklärte laut Bild Jörg Brokmann, der Kongress-Präsident eines Treffens von rund 1.500 Notärzten und Rettungskräften in Koblenz. Der Leiter der Zentralen Notrufaufnahme des Universitätsklinikums Aachen verwies bei Covid-19 auf grippeähnliche Symptome und einen meist milden Verlauf, zudem warnte der Mediziner vor Überreaktion und Hysterie. Wenn ein Arzt das schon sagt...

Coronavirus: Die Zahl der Neu-Infektionen geht in China zurück

  • Im China geht die Zahl der Neu-Infektionen im Vergleich zum Rest der Welt zurück. Das berichtet das Nachrichtenportal web.de in einer Analyse. Demnach würden die umfangreichen Maßnahmen der chinesischen Regierung Wirkung zeigen.
  • Haustiere übertragen das Coronavirus vermutlich nicht: Laut der Weltorganisation für Tiergesundheit gebe es aktuell keine Hinweise darauf, dass das Coronavirus durch Haustiere verbreitet wird. Banal: Etwa wenn jemand mit seiner Katze schmust. Einem Bericht zufolge sei noch nicht mal erwiesen, dass der Krankheitserreger ursprünglich von einem Tier stammt. 

Coronavirus: Frauen und junge Menschen müssen sich wegen Covid-19 weniger Sorgen machen

  • Gesunde Frauen ohne Vorerkrankungen müssen sich weniger Sorgen machen: In einem Artikel fasst der Tagesspiegel Analysen chinesischer Forscher aus Wuhan zusammen, wo das Coronavirus ausgebrochen war. Die Ergebnisse: Frauen seien weniger anfällig, weil sie grundsätzlich ein besseres Immunsystem hätten. Die Annahme, dass vor allem Menschen mit Vorerkrankungen betroffen sind, habe sich bestätigt. Und: Junge Menschen sind weniger gefährdet. Einer Auswertung zufolge, sei fast jeder zweite Infizierte 60 Jahre alt oder älter. Das Durchschnittsalter der Infizierten liege knapp unter 60 Jahren.
  • Viele tausende Menschen haben das Coronavirus schon überlebt: Mehr als 55.000 infizierte Menschen haben das Virus, Stand Freitag, 6. März, weltweit bereits überstanden, berichtet web.de. Heißt: Covid-19 ist gefährlich, keine Frage, aber selbst im Fall einer Infektion muss man nicht gleich Todesangst haben. 

pm

In Bayern wurde wegen des Coronavirus ein Gymnasium geschlossen, in München muss aller Voraussicht nach eine Kult-Veranstaltung abgesagt werden. Und auch in der Bundesliga sind Spielabsagen wegen des Coronavirus nicht auszuschließen.

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