Maschmeyer-Buch im Handel: Die wichtigsten Aussagen

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Das Buch "Selfmade" ist ab sofort im Handel erhältlich

Berlin - Carsten Maschmeyer stammt aus einfachen Verhältnissen. Wie er seine Karriere vorangetrieben hat, verrät er in seinem Buch, das ab sofort im Laden erhältlich ist. Das Grundprinzip ist einfach:

„Ein Leben ohne Beziehungen ist wie Tauchen ohne Sauerstoffflasche“, schreibt der 52-Jährige Finanzunternehmer in einem Vorabdruck seines Buches „Selfmade“ in der „Bild“-Zeitung. Ein gutes Netzwerk sei oftmals wichtiger als Fachwissen.

Er kenne sogar Personen, „die einzig wegen ihrer Netzwerke, Kontakte und Beziehungen einen begehrten, gut bezahlten Job bekommen haben“. Diese seien bei Unternehmen begehrt, weil sie der „Zugangsschlüssel zu weiteren Schlüsselkontakten“ seien.

Besonders Politiker seien auf gute Verbindungen und die richtigen Unterstützer angewiesen. „Und je weiter es in der politischen Karriere aufwärtsgeht, desto wichtiger werden Beziehungen und Kontakte“, betont Maschmeyer.

Zu seinem eigenen Netzwerk gehörten Politiker, Großindustrielle, Manager, Musiker, Sportler, Wissenschaftler und Mediziner. Er sei nicht nur in Niedersachsen gut vernetzt. Durch seine Verlobte Veronica Ferres, die in München lebt, gebe es „natürlich auch mehr Kontakte zu den CSU-Größen und den Münchner DAX-Chefs“. Gerade in der bayerischen Landeshauptstadt sei „die Welt von Film, Politik und Wirtschaft besonders eng verbandelt“.

Das Netzwerk von Carsten Maschmeyer

Das Netzwerk von Carsten Maschmeyer

Gleichzeitig bestritt der Unternehmer, Einfluss auf befreundete Politiker genommen zu haben. Dass er den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zur Einführung der Riester-Rente überredet habe, sei eine „abwegige These“. In dieser Beziehung werde sein Einfluss völlig überschätzt. „Networking bedeutet für mich natürlich auch, Freunde zu haben, ohne dass man miteinander Geschäfte machen möchte“, schreibt Maschmeyer. Dies gelte auch für den ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff. Hier gelte der Grundsatz „privat bleibt privat“.

Kennengelernt habe er den damaligen Landtagsabgeordneten, nachdem er in einer Anzeige für Gerhard Schröder als Kanzlerkandidat geworben hatte. Dies habe Wulff „richtig verärgert“. Er habe ihm dann erklärt, dass sich die Aktion nicht gegen ihn, sondern gegen Schröders parteiinternen Rivalen Oskar Lafontaine gerichtet habe. Bei einem gemeinsamen Essen hätte sie die Sache aus der Welt geräumt.

Maschmeyer, der aus einfachen Verhältnissen stammt, hatte 1988 den Finanzdienstleister AWD gegründet und 2007 verkauft. In der Vergangenheit war er wegen seiner Nähe zu Politikern mehrfach in die Kritik geraten. Unter anderem soll er 2007 Zeitungsanzeigen für Wulffs Buch „Besser die Wahrheit“ bezahlt haben. Maschmeyers Buch erscheint am 19. März im Ariston Verlag.

dapd

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