Blutiger Samstag in Mexiko: 37 Tote

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Schaulustige betrachten eines der Opfer von Gewalttaten in Acapulco.

Mexiko-Stadt - Bei verschiedenen Bluttaten sind am Samstag in Mexiko mindestens 37 Menschen getötet worden.

In dem nördlichen Bundesstaat Sinaloa starben acht Menschen, als Bewaffnete eine Geburtstagsfeier in der Ortschaft Navolato überfielen. Derartige Attacken von Mitgliedern organisierter Banden haben sich in den vergangenen Monaten gehäuft. Erst am Donnerstag hatten Unbekannte in der Stadt Ciudad Juárez an der Grenze zu den USA sechs Jugendliche bei der Beerdigung eines jungen Mannes erschossen, der am Dienstag getötet worden war.

In der Region von Acapulco rund 400 Kilometer südlich von Mexiko- Stadt wurden indessen in den frühen Morgenstunden des Samstags nicht nur sechs Polizisten ermordet. Beamte fanden zudem fünf von Kugeln durchsiebte Leichen und an einer anderen Stelle weitere drei Leichen. Auch in anderen Gebieten des Bundesstaates Guerrero, in dem Acapulco liegt, wurden bei Schießereien weitere Menschen getötet, und zum Teil enthauptet. Außerdem wurde ein am Freitag entführter Journalist tot entdeckt.

Im südlichen Bundesstaat Chiapas griffen Unbekannte Einrichtungen der Staatsanwaltschaft aus Fahrzeugen mit Handgranaten an. Wie die Zeitung “El Universal“ am Sonntag meldete, wurde dabei einer der Angreifer getötet, weil eine Granate noch im Auto explodierte.

Im Krieg der Drogenkartelle untereinander und des Staates gegen sie sind in ganz Mexiko im vergangenen Jahr mehr als 7000 Menschen ums Leben gekommen. Brennpunkte der blutigen Auseinandersetzungen sind vor allem die nördlichen Bundesstaaten, die an die USA angrenzen, aber auch die mexikanische Hauptstadt-Region und die sie umgebenden Bundesstaaten.

dpa

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