Tirols Hauptmann fordert Korridormaut beim Transitgipfel

"Wir brauchen diese Maßnahme" - Tirol hält an der Lkw-Blockabfertigung fest

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Berlin/Tirol - Während am Montag erneut eine Lkw-Blockabfertigung durchgeführt wurde, geht der Streit zwischen Deutschland und Österreich weiter. Tirols Verkehrslandrätin begründet die Maßnahme und fordert erneut eine Korridormaut.

Am vergangenen Montag führte die Landesregierung Tirol erneut eine Lkw-Blockabfertigung an der Grenze Kiefersfelden nach Österreich durch und schon am kommenden Montag, den ersten Ferientag in Bayern, plant die Regierung die nächste Blockabfertigung. 

Im Streit mit Deutschland und Italien bleibt Tirol damit hart. "Wir brauchen diese Maßnahme an sehr verkehrsreichen Tagen", sagt Tirols Verkehrslandrätin Ingrid Felipe gegenüber dem Bayerischen Rundfunk

Denn sonst sei kaum einflüssiger Verkehr auf der Inntalautobahn möglich und die Sicherheit nicht gegeben, so Felipe weiter. Da der Verkehr im Inntal schon einmal komplett zum Stillstand gekommen sei, gehe es laut Felipe auch um die Versorgungssicherheit der Bürger.

Zuletzt hat auch die EU die Maßnahme gerügt und auch die Verkehrslandrätin weiß, dass die Blockabfertigungen nicht übertrieben angewendet werden dürfen. "Wir bemühen uns seit Jahren eine Kostenwahrheit auf die Straße zu bekommen", betont Felipe. Dabei es geht es vor allem um die sogenannte Korridormaut von München bis Verona. Den Tiroler stört, dass durch die billige Maut in Bayern und Italien die Brennerstrecke für den Schwerlastverkehr die billigste sei.

Felipe will, "dass die Schiene mehr genutzt wird" und betont in diesem Zusammenhang den wichtigen Bau des Brenner-Basistunnels. "Wir bauen auch den Brenner-Basistunnel, um eine Alternative zu schaffen. Daran müssen wir gemeinsam und schneller und intensiver arbeiten", sagt Felipe dem Bayerischen Rundfunk.

Transitgipfel am Donnerstag in Berlin

Am kommenden Donnerstag, den 25. Juli, lädt Verkehrsminister Scheuer seinen österreichischen Kollegen Andreas Reichharst und Tirols Landeshauptmann Platter zum Transitgipfel. "Mir wird berichtet, dass sich Deutschland bewegt", sagte Platter in Innsbruck.

Von den Fahrverboten in Tirol will Platter nicht abrücken und im Streit um die Lkw-Blockabfertigung bleiben die Tiroler ebenso hart. Die Regierung will den Verkehr über den Brenner, eine der am stärksten belasteten Strecke im Alpenraum, verringern. Außerdem wird Platter für die Korridormaut werben „und zwar am 430 Kilometer langen Korridor von München bis Verona." Dabei fordern die Tiroler, dass die Lkw-Maut auf das Tiroler Niveau von 80 Cent pro Kilometer angehoben werden soll, wie tt.com berichtet.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

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