Nachterstedt

Bergbau-Betrieb will restlos aufklären

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Bergbau-Betrieb will Unglücksursache restlos aufklären.

Nachterstedt - Nach der Katastrophe am Concordia-See, bei der drei Menschen starben, will das zuständige Bergbau-Unternehmen restlos aufklären, wie es zu dem Unglück kommen konnte.

Die für die Flutung des Tagebausees in Nachterstedt in Sachsen-Anhalt zuständige Gesellschaft LMBV hat eine restlose Aufklärung des verheerenden Erdrutsches in Aussicht gestellt. “Wir tun alles, um die Ursache des Unglücks aufzuklären. Wir kennen die Ursache aber noch nicht“, sagte der Chef der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), Mahmut Kuyumcu, am Donnerstag in Nachterstedt.

Die Katastrophe mit drei Toten sei nicht vorhersehbar gewesen. Die LMBV und die Behörden hätten zu keinem Zeitpunkt Anzeichen dafür gehabt, dass ein solches “Böschungsversagen“ eintreten könnte. Der seit dem Erdrutsch geltende Katastrophenalarm soll aufgehoben werden. Um Mitternacht trete eine entsprechende Verordnung in Kraft, sagte Landrat Ulrich Gerstner (SPD).

Minister: „Concordia-See soll saniert werden“

Der Bereich um den Concordia-See war nach dem Unglück zum lokalen Katastrophengebiet erklärt worden, um den Hilfseinsatz reibungslos zu organisieren. Die unmittelbare “Großschadenslage“ sei nun zunächst bewältigt, sagte Gerstner. Am Samstag hatten riesige Erdmassen zwei Häuser in die Tiefe gerissen.

Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) sagte, dass der Concordia-See saniert werden solle. Geplant sei, dass die Bevölkerung das geflutete Tagebaurestloch wieder zu Freizeitzwecken nutzen könne. “Unser Ziel ist, dass diese Region mit ihren Menschen eine Zukunft hat.“ Die bisherigen Pläne für den Tourismus und Finanzierungsmodelle müssten aber überarbeitet werden.

dpa

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