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Sein Waffenarsenal?

Belgien: Polizei erschießt Terrorverdächtigen

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Bei einer Hausdurchsuchung in Brüssel haben Ermittler im Haus der erschossenen Terrorverdächtigen Waffen, Explosivstoffe, Munition und militärische Ausrüstung gefunden.

Brüssel - Wildwest auf der Autobahn: Ein mutmaßlicher Verbrecher und Terrorist schießt auf Polizisten und stirbt am Ende im Kugelhagel. Seine Wohnung in Brüssel gleicht einem Waffenarsenal. War er Teil eines Netzwerkes?

Ein 39-jähriger mutmaßlicher Terrorist ist bei einem dramatischen Schusswechsel mit der Polizei auf einer belgischen Autobahn ums Leben gekommen. Gegen den aus Algerien stammenden Mann liefen Ermittlungen des französischen Geheimdienstes und der belgischen Staatsanwaltschaft. Bei einer anschließenden Hausdurchsuchung in Brüssel fanden Ermittler Waffen, Explosivstoffe, Munition und militärische Ausrüstung, wie belgische Medien berichteten.

Der Mann soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Straftat geplant haben. Details bleiben auch am Mittwoch offen. In Belgien reagierte die Öffentlichkeit besorgt. Der frühere Außenminister Louis Michel sagte dem TV-Sender Bel RTL: „Wir haben die Terror-Bedrohung nicht überwunden.“ Er fügte hinzu: „Unsere Gesellschaften respektieren das Recht des Angeklagten und räumen Verdächtigen Rechte ein. Das ist gut, aber es macht uns auch angreifbar.“

Beamte einer Polizei-Spezialeinhalt verfolgten den Mann am Dienstag auf der Autobahn Brüssel-Lille. Er versuchte, mit seinem Geländewagen ein Polizeifahrzeug abzudrängen und eröffnete dann das Feuer. Die Polizisten schossen zurück, allein die Windschutzscheibe des Geländewagens hatte acht Einschüsse. Der Mann starb im Kugelhagel in seinem Wagen. Die Polizisten blieben unverletzt, berichtete die Nachrichtenagentur Belga.

Unklar blieb, ob Terrorverdächtige Teil eines Netzwerkes war oder allein agierte. Er soll bereits Mitte März beim Überfall auf ein Restaurant in Brüssel dabei gewesen sein und dort Waffen entwendet haben.

In Belgien machen Terrorverdächtige immer wieder Schlagzeilen. Erst im vergangenen Herbst hatte die Polizei ein radikalislamisches Netzwerk ausgehoben. Die Gruppe schickte junge Männer nach Somalia, wo sie für die radikale Al-Schabaab-Miliz kämpfen sollten.

dpa

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