Beatrix-Anschlag: Fernsehzuschauer wollen Schmerzensgeld

Das Unfallauto wurde bei der Amok-Fahrt komplett demoliert.
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Das Unfallauto wurde bei der Amok-Fahrt komplett demoliert.

Amsterdam - Etliche Holländer, die vor drei Monaten den blutigen Anschlag auf ihre Königin im Fernsehen verfolgt haben, wollen dafür jetzt finanziell entschädigt werden.

Unter Hinweis auf angeblich erlittene Schocks, Angstzustände oder andauernde Psychotraumen haben sie entsprechende Forderungen bei einer Versicherung und Anwälten eingereicht, berichteten niederländische Medien am Freitag.


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Dabei würden sogar Antragsteller, die lediglich später das Attentats-Video im Internet angeschaut haben, seelische Schäden geltend machen und Wiedergutmachung fordern, berichtete die Zeitung “Algemeen Dagblad“. Die Versicherungsgesellschaft Reaal werde mit derartigen Anträgen geradezu “überschwemmt“, sagte der Dozent für Privatrecht an der Freien Universität Amsterdam, Arno Akkermans. Bislang sei kein Geld geflossen.

Amokfahrt vor den Augen der Königin

Amokfahrt vor den Augen der Königin
Ein schwarzer Suzuki Swift durchbricht die Absperrungen und überfahrt zwei Menschen. © dpa
Amokfahrt vor den Augen der Königin
Die königliche Familie beobachtet entsetzt die Schreckensfahrt. Sind sie vielleicht nur knapp einem Anschlag entgangen? © dpa
Amokfahrt vor den Augen der Königin
Der Kleinwagen überfuhr auf seiner Amokfahrt mehrere Menschen, die verletzt auf dem Boden liegen bleiben. © dpa
Amokfahrt vor den Augen der Königin
Sicherheitsbeamte und Zuschauer kümmern sich um die Opfer. © dpa
Amokfahrt vor den Augen der Königin
Ein Polizist überprüft den Puls eines Schwerverletzten. © dpa
Amokfahrt vor den Augen der Königin
Vier Menschen starben, zahlreiche sind verletzt worden. © dpa
Amokfahrt vor den Augen der Königin
Ein Sanitäter kümmert sich um einen Schwerverletzten. © ap
Amokfahrt vor den Augen der Königin
Das Unfallauto ist komplett demoliert. © ap
Amokfahrt vor den Augen der Königin
Ein Bild des Grauens bietet sich den Rettungskräften. © ap
Amokfahrt vor den Augen der Königin
Tote und Verletzte liegen auf der Straße. © dpa
Amokfahrt vor den Augen der Königin
Ein Polizist bei der Bergung des Amokfahrers. © dpa
Amokfahrt vor den Augen der Königin
Königin Beatrix kurz vor der Amokfahrt. © ap
Amokfahrt vor den Augen der Königin
Der Amokfahrer ist noch im Auto. © dpa
Amokfahrt vor den Augen der Königin
Eine Frau wird versorgt. © ap
Amokfahrt vor den Augen der Königin
Viele Menschen helfen spontan. © ap
Amokfahrt vor den Augen der Königin
Der Amokfahrer hat großes Unheil angerichtet. © ap

Die Versicherung bestätigte, dass solche Anträge gestellt wurden, wollte aber keine Zahlen nennen. Akkermans sagte, dies sei ein “Testfall“. Es müsse bestimmt werden, wo die Grenzen des verbrieften Rechtes auf Opferentschädigung liegen. “Schließlich haben Millionen Menschen das Geschehen am Fernseher verfolgt.“ Der Direktor der niederländischen Organisation für Opferhilfe, Jaap Smit, nannte die Forderungen “ungebührlich“. “Dafür sind Regelungen zur Unterstützung von Opfern wirklich nicht gedacht.“

Vor laufenden Fernsehkameras war am 30. April in der Stadt Apeldoorn ein Attentäter während des Festumzugs zum Königinnentag mit seinem Kleinwagen auf den offenen Bus der Monarchin zugerast. Dabei tötete er sieben Zuschauer, elf wurden verletzt. Der 38-Jährige starb an den Folgen von Schädelverletzungen, sein Auto war auf ein Denkmal geprallt. Die königliche Familie hatte das Geschehen von ihrem Bus aus mit sichtlichem Entsetzen verfolgt.

dpa

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