Motiv weiter unklar

Fahrer in Volkmarsen war nicht alkoholisiert

Polizisten, Feuerwehrleute und Passanten stehen an der Stelle, an der das Auto in eine Menschenmenge gefahren war. Foto: Elmar Schulten/XinHua/dpa
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Polizisten, Feuerwehrleute und Passanten stehen an der Stelle, an der das Auto in eine Menschenmenge gefahren war. Foto: Elmar Schulten/XinHua/dpa

Ein Mann fährt mit einem Auto in eine feiernde Menschenmenge. Mehr als 50 Menschen werden verletzt, viele davon sind Kinder. Langsam werden Details über den 29-Jährigen bekannt - vieles bleibt aber weiter unklar.

Frankfurt/Main/Volkmarsen(dpa) - Der Mann, der am Montag mit einem Auto in der nordhessischen Stadt Volkmarsen in eine Menschenmenge gefahren ist, war nicht alkoholisiert. Ob er unter Drogeneinfluss gestanden habe, stehe noch nicht fest, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt.


Bislang sei der Mann nicht vernehmungsfähig. Der 29-Jährige war beim Rosenmontagszug in der nordhessischen Stadt mit einem Auto in eine Menschenmenge gefahren. Bei dem Vorfall wurden 52 Menschen verletzt, darunter viele Kindern. Auch der Fahrer zog sich den Angaben zufolge Verletzungen zu. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Das Motiv des deutschen Staatsbürgers, der aus Volkmarsen kommt, ist noch unklar. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Ein sogenanntes Gaffervideo hatte am Montag auch zu einer zweiten Festnahme geführt. Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt sagte, gegen den Festgenommenen werde wegen "Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Filmaufnahmen" ermittelt. Ob es darüber hinaus einen Zusammenhang zu dem Vorfall gegeben habe, müsse noch ermittelt werden.


Am Dienstag befanden sich noch 35 Menschen in stationärer Behandlung, wie die Polizei am Dienstag in Kassel mitteilte. Weitere 17 Menschen wurden demnach ambulant behandelt. Die Zahl der verletzten Kinder liege bei 18. Wie stark die Kinder verletzt sind und ob unter den Opfern auch Schwerverletzte sind, konnte eine Polizeisprecherin zunächst nicht sagen. Hessens Innenminister Peter Beuth hatte zunächst von etwa 30 Verletzten gesprochen, rund ein Drittel davon Kinder.

Noch am späten Montagabend hatte die Polizei vor dem Verbreiten angeblicher Fotos des Täters gewarnt. "Bei der abgebildeten Person handelt es sich definitiv nicht um den Täter", schrieb die Polizei Nordhessen bei Twitter. "Teilen Sie keine Falschnachrichten!", hieß es. Dazu stellte sie ein Bild, auf dem mehrere Menschen zu sehen sind, die neben einem Auto stehen. Ihre Gesichter wurden unkenntlich gemacht. Es würden derzeit Fotos kursieren, die angeblich die Festnahme des Täters zeigen sollen, hieß es in dem Tweet.

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