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Das Geld stammt aus Straftaten

Raten Sie mal, wie viel Geld in dieser Matratze versteckt ist

  • Andrea Lindner
    VonAndrea Lindner
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Massachusetts - Wo würden Sie sehr viel Bargeld verstecken? In Amerika entschied sich ein Brasilianer für seine Matratze. Leider fand die Polizei das Versteck. Er besaß das Geld nicht ganz rechtmäßig.

Es gibt viele Orte, an denen man viel Bargeld verstecken könnte. Für 20 Millionen Dollar in Scheinen muss es jedoch schon ein etwas größeres Plätzchen sein. Der Brasilianer Cleber R. entschied sich für seine Matratze. Er entfernte die Eisenfedern und stopfte die Geldbündel dazwischen.

Das Geld stammte nach Aussage der US-Staatsanwaltschaft von Menschen, die auf ein Schneeballsystem herein gefallen sind.

Der Verdacht der Staatsanwaltschaft: Eine brasilianische Internet-Firma hat von „Promotern“ weltweit eine Milliarde Dollar ergaunert. Das Unternehmen versprach großartige Renditen. Die einzige Möglichkeit für die "Angestellten" ihr Geld zurückzubekommen, war dann selbst Promoter zu werben. Allein in Brasilien hatte die Firma mehr als eine Million Promoter, weltweit waren es fast zwei Millionen.

Wie fanden die Ermittler die wertvolle Matraze?

Wie die Bild berichtet, hat R. in einem Restaurant in der Nähe der Wohnung 2,2 Millionen Dollar entgegen genommen. Da dieser Mann jedoch mit den US-Behörden zusammen arbeitete, konnten die Ermittler R. verfolgen und sein Appartement samt Matratze finden.

Ermittler nennen den Fall und den Fund "den größten Betrug aller Zeiten". Die Matratze fanden die Ermittler bereits am 4. Januar, das Foto der Matratze und des Bargelds twitterten sie erst am 23. Januar. Seitdem wurde der Tweet fast 600 Mal geteilt.

R. wurde nach der Festnahme wegen des Versuchs der Geldwäsche angeklagt, teilt die Staatsanwaltschaft in seiner Pressemitteilung mit. Sie glaubt, dass der Brasilianer das Geld in Hong Kong waschen und es dann nach Brasilien bringen wollte. Er arbeitete also als Kurier für seinen Auftraggeber Carlos W., einen Gründer der Firma. Ein Komplize W‘s ist bereits schuldig gesprochen. Im drohen 20 Jahre Haft.

Werden Schneeballsysteme im Netz populär? Verbraucherschützer warnen.

ali

Rubriklistenbild: © Twitter/DMAnews1

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