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Nicht der einzige Fauxpas

„Frauen sind wie Teebeutel“ - ZDF-Kommentatoren reden sich bei der royalen Hochzeit um Kopf und Kragen

Hochzeit Prinz Harry und Meghan Markle
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Die Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle war perfekt. Das konnte man von den ZDF-Kommentaren leider nicht behaupten.

Die Medienwelt steht Kopf angesichts der Traumhochzeit bei den Royals. Das scheint einige überfordert zu haben: Bei der Traumhochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle redeten sich die ZDF-Kommentatoren mehrfach um Kopf und Kragen.

Update vom 12. Oktober 2018: Nicht lange nach Harrys und Meghans Hochzeit findet schon die nächste Royal Wedding statt. Prinzessin Eugenie heiratet ihren langjährigen Freund Jack Brooksbank am Freitag, 12. Oktober. Wir berichten live im Ticker über das Event.

Windsor - Die royale Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle* bot wirklich alles: Tränen, Lachen, Freude bei den unmittelbar Beteiligten, den Gästen und den Fans, die zu Tausenden die Straßen säumten. Selbst das Wetter über Windsor war perfekt. Das kann man von den Kommentatoren der Live-Übertragung im ZDF nicht behaupten. Schon während der Sendung gab es einen Shitstorm für das Team rund um Moderator Norbert Lehmann, Königshaus-Expertin Julia Melchior und London-Korrespondentin Diana Zimmermann.

Der Grund? Es fielen Bemerkungen, die man angesichts des modernen Gottesdienstes und der inzwischen modernisierten britischen Monarchie nun wirklich in der Mottenkiste hätte lassen können. Los ging es während des Gottesdienstes mit Sprüchen über den afroamerikanischen Prediger Michael Curry, der eine emotionale Ansprache über die Liebe hielt, und dem Gospelchor, der unter anderem für den passenden musikalischen Rahmen sorgte. 

So oft wie die ZDF-Mitarbeiter das Wort „schwarz“ an Stellen benutzten, an denen es nicht hingehörte, war es schon fast peinlich. Der Gipfel war die Aussage, der Chor habe „schön schwarz gesungen“.

„Frauen sind wie Teebeutel...“ - bitte, was?!

Hintergrund dieser verbalen Fettnäpfchen-Parade ist die Tatsache, dass die Braut eine afroamerikanische Mutter und einen weißen Vater hat - eine Premiere für das britische Königshaus. Das scheint dort in jedem Fall deutlich weniger ein Problem zu sein als beim deutschen Fernsehen, dem nicht wenige Kommentatoren auf Twitter Rassismus unterstellten.

Weiter gingen die Peinlichkeiten für das ZDF während der Kutschfahrt des Brautpaares durch Windsor, in der einerseits der Satz fiel, dass eine Person wie Meghan Markle früher nur als Mätresse der britischen Prinzen hätte dienen können, andererseits aber die Bemerkung: „Frauen sind wie Teebeutel. Sie wissen gar nicht wie stark sie sind, bevor sie ins heiße Wasser kommen.“ Wie bitte?!

Dazu fiel einem als Zuschauer dann wirklich nichts mehr ein - selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ein solches Großereignis in Verbindung mit einer langen Live-Sendezeit schon einmal den einen oder anderen Aussetzer in der Konzentration produzieren kann. Das war jedoch für so manchen Zuschauer mit Twitter-Account zu viel des Guten.

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Philipp Keßler

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerkes

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