„Not In This Lifetime“-Tour

„Katastrophen“-Konzert von Guns N‘ Roses in Berlin: Wütende Fans wollen ihr Geld zurück

Für Guns N‘ Roses sollte es der Auftakt ihrer großen Reunion-Europa-Tour werden. Die Rückkehr der Rock-Legenden endete aber im Debakel. Einige Fans fordern jetzt sogar ihr Geld zurück.

Berlin - Alles war bereit im Berliner Olympiastadion für den ersten Auftritt von Guns N‘ Roses in der Hauptstadt seit ihrer Wiedervereinigung vor zwei Jahren. Unzählige Fans ließen sich auch von Ticket-Preisen um die 100 Euro nicht davon abhalten, ihre Musikidole live zu bewundern und strömten erwartungsvoll ins Stadion. Sie wurden bitter enttäuscht.

Guns N‘ Roses: Was war mit dem Sound los?

Denn die Gunners, wie die Band von ihren Fans genannt wird, fanden nie zu ihrer legendären Spiellaune. Die Stimme von Frontmann Axl Rose (56) schwankte das gesamte Konzert über. Mal brach sie völlig ab, dann übersteuerte sie, nur um im nächsten Moment wieder kaum hörbar zu sein. Auch die übrigen Band-Mitglieder bekleckerten sich nicht mit Ruhm. Sie vermasselten ihre Einsätze, waren kaum aufeinander abgestimmt.

Keine Gänsehaut - trotzdem stellten sich den Zuschauern beim Outro des berühmten „November Rain“ die Haare auf.

Noch während des Konzerts verließen zahlreiche Zuschauer enttäuscht das Stadion, berichteten Konzertbesucher auf Facebook. In den sozialen Medien hagelte es im Anschluss vernichtende Kritiken:

Vor allem die Tonabmischung fiel bei den Konzertbesuchern durch: „Der Soundmix war eine Katastrophe.“

Nicht einmal die Gitarrenkünste von Slash konnten die Stimme von Axl Rose retten. So schreibt ein Fan auf Facebook: „Schlechter Sound und ein noch schlechter Gesang von Axl. Ohne die improvisierten Gitarren-Soli von Slash wäre das Konzert komplett ins Wasser gefallen.“

Ein anderer beklagt die hohen Preise: „Eine Frechheit dafür solche Ticketpreise aufzurufen!“

Guns N‘ Roses-Fans starten Petition: Sie wollen ihr Geld zurück

Einige enttäuschte Fans beließen es aber nicht bei der Kritik. Sie wollen ihr Geld zurück. Dazu starteten sie am Montag die Online-Petition „Guns’n’Roses at Olympiastadion Berlin - Get my money back!“, in der sie die Erstattung des Ticktet-Preises fordern. Über 1700 Menschen (Stand: 5. Juni, 16 Uhr) unterzeichneten bereits. Ein Veranstalter erklärte gegenüber der BILD, dass die Aussichten dafür jedoch schlecht stünden. Die Fans hätten nur dann ein Recht auf eine Entschädigung, wenn das Konzert komplett ausfällt, oder die Band nicht mindestens 50 Prozent der vertraglich zugesicherten Spieldauer spielt.

Bei ihrem Konzert in München im letzten Jahr präsentierte sich die Band noch von ihrer besten Seite.

Thomas Benedikt

Rubriklistenbild: © dpa / Kc Alfred

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