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Religion

Mahershala Ali: Wurde beim Hauskauf diskriminiert

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Er hat Geschichte geschrieben: Mahershala Ali ("Moonlight") hat als erster muslimischer Schauspieler einen Oscar gewonnen. Foto: Matt Crossick/PA

Er wollte nur ein Haus kaufen, aber für Mahershala Ali war das gar nicht so einfach. Der "Green Book" wurde erst überprüft.

London (dpa) - Für seine Rolle in dem Rassismusdrama "Green Book - Eine besondere Freundschaft" wurde US-Schauspieler Mahershala Ali (44) gerade für einen Oscar nominiert.

Im wirklichen Leben sah sich der Afro-Amerikaner auch schon selbst Diskriminierung ausgesetzt - allerdings nicht wegen seiner Hautfarbe, sondern wegen seiner Religion. "Die Regierung hat blockiert, dass wir ein Haus (in Los Angeles) kaufen, weil wir Muslime sind und sie uns erst überprüfen mussten", erzählte Ali der Deutschen Presse-Agentur. "Wir wollten ein Mietshaus kaufen. Die Bank musste der nationalen Sicherheit oder so einer Behörde melden, dass Muslime eine bestimmte Immobilie kaufen. Es musste erst genehmigt werden."

Ali reagierte pragmatisch. "Ich kann nicht für andere sprechen. Für mich ist es nur wichtig, wie ich damit umgehe und darauf reagiere", sagte er. "Ich will nämlich nicht, dass irgendjemand über mein Wohlbefinden bestimmt oder mein Verhältnis zur Welt beeinträchtigt." Er kümmere sich deshalb lieber um Dinge, die er kontrollieren könne.

Der Schauspieler, der auch in der dritten Staffel der Krimiserie "True Detective" zu sehen ist, warb für Optimismus. "Wir müssen uns jetzt auf die Hoffnung konzentrieren", sagte Ali, der hofft, dass "Green Book" eine positive Wirkung hat. "Dieser Film löst nicht das Problem von Rasse und Klasse. Aber er leistet seinen Beitrag und plädiert für Werte wie Offenheit und Freundschaft."

Der Film basiert auf einer wahren Geschichte und erzählt von Rassismus in den USA der 60er Jahre. Das Werk, das bereits mit drei Golden Globes ausgezeichnet wurde, kommt am 31. Januar bei uns in die Kinos.

Green Book - Eine besondere Freundschaft

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