Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Therapie-Fortschritte

Jan Ullrich: «Mir geht es schon viel besser»

Der ehemalige Radrennprofi Jan Ullrich ist in Therapie. Foto: Guido Kirchner
+
Der ehemalige Radrennprofi Jan Ullrich ist in Therapie. Foto: Guido Kirchner

Der Ex-Radsportprofi Jan Ullrich sieht sich bei seiner Therapie auf gutem Weg. Die Ermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft laufen weiter. Zuspruch kommt von einem erfolgreichen Newcomer.

Berlin/Frankfurt/Main (dpa) - Der ehemalige Radsportprofi Jan Ullrich (44) zeigt sich mit seinen Therapie-Fortschritten zufrieden. «Mir geht es schon viel besser! Ich fühle mich hier sehr sicher, kann mich ganz auf mich selbst konzentrieren», sagte Ullrich der «Bild»-Zeitung (Freitag).

«Ich werde morgens und abends auf Substanzen im Körper getestet - durch Blutabnehmen und Urin-Tests, einen Alkohol-Test muss ich auch machen», erklärte Ullrich. Er dürfe mittlerweile regelmäßig mit seinen drei Söhnen telefonieren, die bei seiner von ihm getrennt lebenden Frau Sara wohnen. «Die Kinder sind meine Medizin.»

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ullrich wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Der Tour-de-France-Sieger von 1997 soll vor zwei Wochen in einem Frankfurter Hotel eine Escort-Dame nach einem Streit angegriffen und verletzt haben. Ullrich war deshalb vorläufig festgenommen worden. Er äußerte sich nach Angaben der Polizei bei einer Vernehmung nicht zu den Vorwürfen. Ein Haftbefehl wurde nicht erlassen.

Die Ermittlungen gegen ihn laufen weiter. Die Vernehmung von Zeugen sei noch nicht abgeschlossen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Freitag.

Rund eine Woche vor den Geschehnissen in Frankfurt war Ullrich nach einem Streit mit seinem Nachbarn Til Schweiger auf Mallorca vorübergehend in Gewahrsam genommen worden. Bei beiden Vorfällen stand Ullrich mutmaßlich unter Alkohol- und Drogeneinfluss.

Bei «Bild» äußert sich Ullrich auch zu den Gründen seines Verhaltens. «Als im Frühjahr der Ärger mit Sara richtig begann und ich die Kinder wochenlang nicht sehen und sprechen konnte, bin ich regelmäßig explodiert. Da ist dann auch der ein oder andere Fernseher kaputt gegangen oder der Box-Sack aus der Decke gerissen worden... Und um da wieder runterzukommen, habe ich Kokain und Amphetamin genommen. Aber das muss ich jetzt nicht mehr - wenn ich die Kinder habe, brauche ich keine Drogen», zitiert ihn die Zeitung.

Während der Therapie, die er nach der zwischenzeitlichen Festnahme in Frankfurt begann, bekam er Besuch von seinem einstigen Radsportrivalen Lance Armstrong (46). «Als er plötzlich da war, fand ich das richtig geil, super! Lance hat sich brutal reingehauen für mich», sagte Ullrich der «Bild». «Im Anschluss an meine Therapie hier in Deutschland fliege ich zu ihm in die USA nach Colorado. Er hat mir eine Klinik vorgeschlagen, wo ich weiter aufgebaut werde und die letzten Giftstoffe aus dem Körper geholt werden. Das wird gut.»

Bei der Tour de France hatten sich Ullrich und Armstrong jahrelang packende Duelle geliefert. Armstrong verlor später wegen Dopings alle sieben Tour-Siege und wurde lebenslang gesperrt. Ullrich wurde aufgrund seiner Verbindungen zum spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes zeitweise gesperrt.

Deutschland-Tour-Etappensieger Maximilian Schachmann wünscht Ullrich eine rasche Rückkehr zu Normalität. «Ich habe ihn früher im Fernsehen gesehen, da war ich aber noch recht jung. So den ganz großen Hype habe ich damals aber noch gar nicht mitbekommen», sagte der 1994 geborene Radsportler. «Es ist natürlich nicht schön zu sehen, was mit ihm gerade passiert. Ich hoffe er fängt sich wieder und kommt wieder zurück in sein normales Leben. Aber er ist ja nicht das einzige Beispiel im Sport.»

BILDplus-Bericht

Kommentare