Extreme Maßnahme

Nicht zu glauben: TV-Star schmeißt Chinesin aus Wohnung - aus Angst vor Coronavirus

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Hat Angst vor dem Coronavirus: TV-Schauspielerin Gabrielle Scharnitzky.

Aus Angst vor dem Coronavirus wachsen die Vorurteile gegen Chinesen. TV-Star Gabrielle Scharnitzky ging jetzt einen Schritt weiter - und machte kurzen Prozess.

  • TV-Star Gabrielle Scharnitzky schmeißt Chinesin aus ihrer Wohnung
  • Sie hatte Angst, sich mit dem Coronavirus anzustecken
  • Die Studentin braucht innerhalb von zwei Wochen eine neue Bleibe

Berlin - Im Fernsehen porträtiert sie in Serien wie „Sturm der Liebe“ oder „Verliebt in Berlin“ immer wieder die fiese Gegenspielerin. Nun soll TV-Star Gabrielle Scharnitzky (63) auch im wahren Leben die kalte Schulter gezeigt haben. Sie soll der Untermieterin ihrer Berliner Wohnung überraschend gekündigt haben.

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Coronavirus-Angst: TV-Star wirft Chinesin raus 

Die Schauspielerin Gabrielle Scharnitzky soll laut Bild.de eine chinesische Studentin aus ihrer Wohnung geworfen haben - weil sie Angst vor dem Coronavirus* hat. In dem Kündigungsschreiben wird der TV-Star deutlich: „Ich möchte nicht, dass du aus China in meine Wohnung zurückkommst und unsere Gesundheit gefährdest, denn der Corona Virus breitet sich schnell aus.“ Zu groß war  bei Scharnitzky die Angst vor einer möglichen Ansteckung durch ihre Untermieterin aus Fernost. 

Dieses Vorurteil hat die junge Chinesin schwer getroffen. Seit August 2019 wohnte sie bei Scharnitzky in der Wohnung. Im Januar hatte die Studentin ihr mitgeteilt, dass sie vorhabe, ihre chinesische Heimatstadt Chengdu zu besuchen. Diese liegt rund 14 Autostunden entfernt von der Stadt Wuhan, die aufgrund des Coronavirus* komplett abgeriegelt ist. Aber die Reise ist laut der Studentin nie zustande gekommen. Sie sei überhaupt nicht in China gewesen. Das habe Gabrielle Scharnitzky allerdings nicht interessiert.

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Wegen dem Coronavirus: Chinesin braucht neue Bleibe

Jetzt muss die Chinesininnerhalb von nur zwei Wochen eine neue Bleibe finden - und alles nur wegen der Angst vor dem Coronavirus*. Schließlich gelten bei Untermietverträgen nicht die übliche Kündigungsfrist von drei Monaten. Die Kündigung habe sie sehr geschockt, sagte die Studentin gegenüber der Bild. Sogar die Uni habe sie mehrere Tage ausfallen müssen, weil es ihr nicht gut ging.

Gabrielle Scharnitzky bestätigte gegenüber Bild den Coronavirus* als Kündigungsgrund. Sie stelle nicht alle Chinesen unter Generalverdacht, sondern müsse sich „vor einer real möglichen Ansteckungsgefahr durch einen Menschen schützen, der aus einem virenverseuchten Gebiet zurückkehrt, bei mir ein- und ausgeht und damit meine Gesundheit und die Gesundheit meiner Besucher in Gefahr bringt“. 

Nicht umsonst würden das Auswärtige Amt vor Reisen nach China warnen und viele Fluggesellschaften die Flüge von und nach China einstellen. Sie habe in den vergangenen Jahrenimmer wieder Untermieter aus aller Welt gehabt und genieße sonst den Kontakt mit „unterschiedlichsten Kulturen“. Außerdem hätte es noch einen anderen Kündigungsgrund gegeben: Angeblich habe sich die Chinesin nicht um die Katze gekümmert, wenn die Schauspielerin unterwegs war. 

lmb

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