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Bülent Ceylan: Sarrazin redet nur "Bullshit"

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Bülent Ceylan.

Berlin - Bülent Ceylan geht mit Thilo Sarrazin hart ins Gericht: Dieser rede nur "Bullshit". Damit bezog sich der Komiker auf Sarrazins umstrittene Thesen zur Integration.

Ceylan (36) geht mit Thilo Sarrazin hart ins Gericht. Dieser sei ein «schlimmer Mann» und rede nur «Bullshit», sagte Ceylan der Berliner Zeitung in der Dienstagausgabe.

Dabei bezieht er sich auf Sarrazins umstrittene Thesen zur Integration. «Ich habe mich lange gefragt, ob ich zu seinen Äußerungen überhaupt Position beziehen soll.»

Er habe ihm nicht noch mehr Aufmerksamkeit geben wollen. „Aber als ich merkte, wie sehr in Deutschland lebende und aufgewachsene Türken von seinen Diffamierungen getroffen waren, habe ich meine Zurückhaltung abgelegt“, sagte der gebürtige Mannheimer. „Sarrazin hat vieles kaputt gemacht, und ich muss es jetzt wieder aufbauen.“

Sarrazin: Der Provokateur redet Klartext

Sarrazin: Der Provokateur redet Klartext

"Will ich den Muezzin hören, dann reise ich ins Morgenland." © dpa
"Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb." © dpa
"In Deutschland arbeitet ein Heer von Integrationsbeauftragten, Islamforschern, Soziologen, Politologen, Verbandsvertretern und eine Schar von naiven Politikern Hand in Hand und intensiv an Verharmlosung, Selbsttäuschung und Problemleugnung." © dpa
"Besonders beliebt ist es, den Kritikern des Islam mangelnde Liberalität vorzuwerfen." © dpa
"Ich möchte nicht, dass wir zu Fremden im eigenen Land werden." © dpa
"Fabriken und Dienstleistungen müssen wandern, nicht die Menschen." © dpa
"Der Weg in den deutschen Sozialstaat darf nicht ohne Wegezoll möglich sein." © dpa
"In den USA bekämen sie keinen müden Cent. Deswegen sind sie auch nicht dort." © dpa
"Ich möchte nicht, dass das Land meiner Urenkel in weiten Teilen muslimisch ist." © dpa
"Die Arbeitsmigration der sechziger Jahre hat eine europäische Völkerwanderung in Gang gesetzt." © dpa

Ceylan fühlt sich wegen seiner türkischen Herkunft bei seinen Parodien sehr frei. „Für meine Hitler-Parodie ist es hilfreich, dass ich Türke bin“, sagte der 36-Jährige. Außerdem sei es für ihn einfacher als für Deutsche, sich über Türken lustig zu machen. „Wenn ich mich selbst Kanake nenne, können und dürfen die deutschen Zuschauer darüber lachen.“

Deutsche könnten bei seinen Auftritten Überraschungen erleben. „Manchmal sitzen auch Frauen mit Kopftuch im Publikum. Die lachen oft über die versautesten Sachen. Und dann sind es die Deutschen, die die Welt nicht mehr verstehen, weil sie sich nicht erklären können, dass Frauen mit Kopftüchern über schmutzige Witze lachen.“

dpa

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