Zweiter Sieg in Folge für Sechziger

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1860-Stürmer Thomas Masberg (am Ball) sorgte für den 2:0-Endstand.

Manfred Burghartswieser konnte sich wieder einmal bestätigt fühlen. Hat er es nicht immer gesagt? Man müsse halt mal in Führung gehen, so der Spielertrainer des TSV 1860 Rosenheim nach den ersten vier sieglosen Spielen.

Dann würde "der Knoten platzen", glaubte auch Fußball-Chef Hans Klinger. Sie hatten Recht behalten. Nach dem 2:0 am Mittwoch gegen Bayern Hof hat es nun auch beim VfL Frohnlach geklappt mit einer Führung, und wieder haben die Sechziger 2:0 gewonnen, das Punktekonto in der Fußball-Bayernliga auf satte acht Zähler aufgestockt.


Nacht sechs Spielen eine ausgeglichene Bilanz, zwei Siege, zwei Remis, zwei Niederlagen. Damit lässt sich leben, zumal als Neuling. "Der Sieg war auch über das gesamte Spiel gesehen klar verdient", freute sich Co-Trainer Christoph Schiller nicht nur über den Erfolg, sondern auch über das couragierte Auftreten der Mannschaft: "Bei dieser Hitze und nach der langen Anfahrt so engagiert zu arbeiten, das zeigt, dass das Team charakterlich super ist." Mit einem Doppelschlag nach einer knappen halben Stunde entschieden Dominik Haas und Thomas Masberg die Partie zugunsten der Kathrein-Elf, die nun dem Freitag entgegenfiebert, wenn der Tabellenzweite FC Ismaning zum Oberbayern-Derby ins Jahnstadion kommt.

Die Begegnung in Oberfranken, Frohnlach liegt vor den Toren von Coburg, war geprägt von großem Kampf und hohem Tempo, "wobei", so Schiller, "wir die klareren Torchancen hatten. Frohnlach hat versucht, viel Druck zu machen, doch wir haben gut dagegengehalten." Matthias Linemann hatte schon mal zu Beginn mit einem tollen Freistoß aus 22 Metern ein Zeichen gesetzt, auf der Gegenseite vergab der Gastgeber nach einem Rosenheimer Abwehrfehler eine gute Chance.


Doch dann diese entscheidende Phase: In der 25. Minute kam der Ball von Christian Hofmann über Matthias Linnemann zu Markus Einsiedler, dessen Flanke flog an den zweiten Pfosten zu Dominik Haas, der per Kopf seinen zweiten Saisontreffer und die so heiß ersehnte Führung erzielte. Und nicht einmal drei Minuten später legte 1860 nach, Haas gewann ein Kopfballduell, leitete damit über den jungen Markus Ostarek einen Konter ein, den Thomas Masberg mit einem herrlichen Lupfer aus 16 Metern ins lange Eck grandios abschloss und damit bereits sein drittes Saisontor verbuchen konnte.

2:0 nach einer halben Stunde, besser konnte es kaum laufen für den Aufsteiger. Und doch musste man einen schweren Dämpfer wegstecken, denn Dominik Haas, einer der auffälligsten Spieler in der Anfangsphase, musste schon in der 35. Minute mit Verdacht auf Gehirnerschütterung raus, wurde durch Martin Huber ersetzt. Dennoch, seine Mannschaft spielte weiter nach vorne, hätte kurz vor der Pause fast auf 3:0 erhöht, als Linnemann mit einem Volleyschuss aus 25 Metern den Frohnlacher Keeper zu einer Glanztat zwang.

"Nach der Pause wurde das Spiel für uns dann zu einer Abwehrschlacht", so Christoph Schiller. Frohnlach, mit drei Siegen in die Saison gestartet, nun aber vor der dritten Pleite in Folge, erhöhte den Druck, schaffte es gegen die aufmerksame Rosenheimer Abwehr aber nicht, sich klare Torchancen zu erarbeiten. Die Sechziger kamen sogar zu den besseren Möglichkeiten durch den eingewechselten Danijel Majdancevic, durch Franz Höhensteiger und Martin Huber, "doch leider", klagte Schiller, "ist es uns nicht gelungen, den entscheidenden Konter zu setzen." Höchst zufrieden aber war er dennoch, weil "wir die Drangphase der Frohnlacher gut überstanden haben", weil man mit dem 2:0 den ersten Auswärtssieg in der Bayernliga seit Spätherbst 1997, damals in Weiden, feiern durfte. Und der war schließlich hoch verdient.

Mit dem Rückenwind von sechs Punkten und 4:0 Toren aus den letzten beiden Partien will man nun am Freitagabend auch dem Spitzenklub FC Ismaning beweisen, dass man in der Bayernliga endgültig angekommen ist. Vielleicht schafft man es noch einmal, früh in Führung zu gehen. Denn dann ist wirklich alles möglich für die Sechziger.

TSV 1860 Rosenheim: Martin, Höhensteiger, Burghartswieser, Adamosky, Haas (ab 35. Huber), Christian Hofmann, Ostarek (ab 80. Schwinghammer), Florian Hofmann, Linnemann, Einsiedler (ab 65. Majdancevic), Masberg.

Schiedsrichter: Brand (Schallfeld).

Zuschauer: 180.

Tore: 0:1 (25.) Schraps (Eigentor), 0:2 (28.) Masberg.

hü/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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