Wieder ein gefährlicher Aufsteiger

Wasserburg - Im zweiten Heimspiel stellt sich der zweite Bundesligaaufsteiger vor. Am Sonntag um 16.30 Uhr erwartet der TSV Wasserburg die Rhein-Main Baskets zum Kräftemessen in der Badria-Halle.

Auf dem Papier ist dies wie schon vergangene Woche gegen Opladen eine klare Sache, doch die Realität auf dem Feld dürfte weit weniger deutlich ausfallen. Der Neuling steht zwar noch ohne Sieg im Tabellenkeller, doch bei dem Auftaktprogramm war das kaum anders zu erwarten. „Saarlouis, Marburg, Wolfenbüttel – und jetzt noch bei uns. Das ist der Hammer“, findet Trainer Hans Brei mitfühlende Worte für den Gast. „Aber Rhein-Main hat in jeder Partie lange mitgehalten und gezeigt, dass auch vermeintliche Spitzenteams bis zum Schluss um die Punkte kämpfen müssen. Und das wird uns nicht anders ergehen.“


Angesichts des schwierigen Programms kann der Aufsteiger ohne Erfolgsdruck jedes Match angehen, „wir üben noch“ meinte deren Präsident Konrad Delp nach der Heimniederlage gegen Wolfenbüttel. In diesem Match zeigte sich erneut, dass Rhein-Main ganz nah dran ist an den Spitzenclubs der Liga. Nur die kleinen Dinge machten den Unterschied – ein Ballverlust zu einem ungünstigen Zeitpunkt, zu viele Offensivrebound für Wolfenbüttel und das fehlende Selbstbewusstsein bei der sehr jungen Truppe aus Hofheim und Langen, um konsequent den Abschluss zu suchen. „Am Ende, wenn´s eng wird, werden sie eben unsicher, hastig und machen die entscheidenden Fehler, die über Sieg und Niederlage entscheiden. Im Laufe der Saison werden sie dazulernen, diese Dinge dann richtig machen und Erfolge feiern. Hoffentlich noch nicht am Samstag bei uns“, prophezeit Brei den Gästen einen positiven Saisonverlauf.

Rhein-Main baut sehr stark auf den eigenen Nachwuchs, der reichlich internationale Erfahrung aufweist. Svenja Greunke, Anna-Lisa-Rexroth, Stefanie Wagner, Nelli Dietrich und Katharina Schnitzler haben etliche Nachwuchsnationalmannschaften durchlaufen, dazu kommen mit Alissa Pierce und Kirsten Thompson (1,96m) zwei ausgezeichnete US-Amerikanerinnen.


Beim Vizemeister wurde diese Woche kontinuierlich gearbeitet, um die positiven Ansätze des vergangenen Wochenendes auch vor den heimischen Fans bestätigen zu können. Im Schongang ist Wasserburg am Mittwoch im Pokal eine Runde weitergekommen. „Gegen Rhein-Main müssen wir die Intensität in der Verteidigung weiter nach oben schrauben. Wir dürfen die junge Mannschaft erst gar nicht zum Luft holen kommen lassen“, fordert Brei. „Und wenn wir das ganze dann noch über 40 Minuten aufs Parkett bringen, werden wir gewinnen.“ Sehr positiv bewertet der Coach die mannschaftsdienliche Spielweise aller seiner Damen, niemand verliert sich in Einzelaktionen. Im Gegenteil, manchmal werden offene Würfe zugunsten einer vermeintlich besser postierten Mitspielerin nicht genommen. „Besser so als andersrum“, meint er. „Wer wann welchen Wurf nimmt, das entwickelt sich grade, wir sind noch in der Findungsphase.“

Pressemeldung TSV Wasserburg

Quelle: rosenheim24.de

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