Weite Reise soll sich lohnen

Führt die Mannschaft heute in Aschaffenburg wieder aufs Feld: Manuel Neubauer. Foto Buchholz
+
Führt die Mannschaft heute in Aschaffenburg wieder aufs Feld: Manuel Neubauer.

Buchbach - 388 Kilometer muss der TSV Buchbach bewältigen, um am heutigen Samstag (14 Uhr) das Regionalliga-Auswärtsspiel bei Viktoria Aschaffenburg zu bewältigen.

Nur fünf der insgesamt 18 Punkte konnten die Buchbacher bislang auf fremden Plätzen ergattern - die Tendenz ist nach dem 4:0 in Bamberg und dem 0:0 in Ismaning allerdings steigend. Knapp ein Drittel der Saison ist gespielt, rechnet man die Punkte hoch, hätten die Buchbacher am Ende den Klassenerhalt in der Tasche, die Aschaffenburger, die erst 13 Zähler holen konnten, müssten wohl absteigen. Dabei hatte der Traditionsclub vor der Saison das Ziel ausgegeben, am Ende die beste Amateurmannschaft der Liga sein zu wollen. Dieses Ziel haben die Aschaffenburger, die täglich um 18 Uhr trainieren, in der Zwischenzeit revidiert und sie haben noch mal nachgebessert: Angreifer Yuta Kawachi, der in Japan schon 2. Liga gespielt hat, dürfte gegen Buchbach zu seiner Premiere für die Viktoria kommen.


Gerade im Angriff drückt die Mannschaft von Trainer Antonio Abbruzzese der Schuh. Erst zwei Stürmertore konnten die Aschaffenburger in zwölf Spielen bejubeln und stünde da nicht das 6:2 in Augsburg vor 14 Tagen in der Bilanz, wäre die Tor-Quote insgesamt mehr als dürftig. "Wir lassen uns von den Zahlen nicht blenden. Aschaffenburg ist eine Fußballstadt mit viel Tradition und der Verein hat sich nach der Insolvenz 2009 wieder super erholt. Das verdient höchste Anerkennung", sagt Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter, der sich auf die Partie im Stadion am Schönbusch schon freut: "Ich war noch nie da, habe mir aber berichten lassen, dass es ein echtes Schmuckkästchen ist." Die 1909 errichtete und 1999 generalsanierte Arena bietet mit 1900 überdachten Sitzplätzen 8000 Zuschauern Platz.

Bobenstetter hat den ehemaligen Zweitligisten, der Bundesliga-Profis wie Felix Magath, Rudi Bommer oder Marcel Schäfer hervorgebracht hat, am vergangen Samstag bei der 1:2-Niederlage in Nürnberg unter die Lupe genommen: "Technisch war das vom Feinsten, was die Aschaffenburger da gezeigt haben. Und meines Erachtens hätte sie sich mindestes einen Punkt verdient gehabt."


Die Gäste reisen fast mit der gleichen Mannschaft an, die am vergangenen Freitag das tolle 3:1 gegen Greuther Fürth geschafft hat. Lediglich Harry Bonimeier muss wegen seiner Ampelkarte kurz vor Schluss passen. Da ja auch Kapitän Alexander Neulinger (Zehenbruch) weiterhin fehlt, muss Bobenstetter im Zentrum vor der Abwehr erneut umstellen. Gut möglich, dass Aleksandro Petrovic nach hinten rückt und neben Hannes Hain aufläuft.

mb/Oberbayerisches Volksblatt

Kommentare